Kinofilm

Das Lächeln der Sterne - Kritik

Nights In Rodanthe

Manchmal braucht es im Leben einen Fingerzeig. Der kann in Form eines Buches, eines guten Rates oder eines anderen Menschen kommen. Adrienne (Diane Lane) hat ihrer Freundin versprochen, für einige Tage eine kleine Pension zu leiten, die malerisch an der windzerzausten Küste von North Carolina liegt. Kein großer Akt, denn die Saison ist beendet und Adrienne, die die Trennung von ihrem Ehemann noch nicht verkraftet hat, kann die Ablenkung gut gebrauchen.

Der einzige Gast der Pension ist ein gewisser Dr. Paul Flanner (Richard Gere). Ein Mann, der soeben sein Zuhause verloren hat, weil er sich zu sehr auf die Karriere fixierte, dessen einziger Sohn nichts von ihm wissen will und dem eine Patientin auf dem OP-Tisch quasi unter den Händen wegstarb. Als Auftakt für einen Neuanfang möchte er sich mit dem Ehemann der verstorbenen Patientin aussprechen. Doch Paul stellt sich dabei nicht eben geschickt an und kann es gut brauchen, dass Adrienne ihn in die richtige Richtung schubst. Paul wiederum wird für Adrienne zum Katalysator, denn sie bekommt durch ihn die Kraft, in ihrer Ehe und Familie für Klarheit zu sorgen. Mehr noch: Paul und Adrienne verlieben sich ineinander und hoffen auf einen gemeinsamen Neuanfang, doch den hat das Leben nicht vorgesehen ...

Filmkritik

Es tut gut, auf der Leinwand endlich mal Menschen zu erleben, die nicht mehr Anfang 20 sind und andere Probleme als Klamotten und Karriere haben. Zudem stimmte die Chemie zwischen Diane Lane und Richard Gere und heraus kamen viele stimmige Momente. Auch das Drehbuch schaffte es, viele schöne Kleinigkeiten einzubauen. Da klingelt beispielsweise das Handy ganz genau im falschen Moment. Abgerundet wird der gute Eindruck durch die eigenwillig schöne Pension, die auch in der Realität direkt an der Küste steht.

Die Grundlagen für einen rundum gelungenen Kinofilm sind gegeben. Und es hätte ein durchweg sehenswerter Film werden können - gäbe es nicht den Umstand, dass die Buchvorlage entweder nicht genügend Stoff für einen Film bot, oder die Drehbuchautoren auf Biegen und Brechen mehr aus der Geschichte herausholen wollten. Genau sagen lässt sich das nicht. Ich kann nur sagen, es gibt Szenen, die aus dem Rest der Handlung unangenehm hervorstechen. Da gibt es einen aufgesetzten Mutter-Tochter-Konflikt, der sich im richtigen Moment in eine innige Freundschaft verkehrt. Ein anderes Beispiel ist der seltsame Schluss. Hinzu kommen aufgesetzte Klischees und eigenartige Wendungen. Adriennes Freundin ist eine Farbige. (Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Farbige, aber diese besten Freundinnen wirken einfach zu sehr "politisch korrekt"). Vor dem aufziehenden Sturm macht Adrienne die Fensterläden sturmfest und vergisst einige Fenster, damit das Gewitter in die Pension fegen kann. Der Mann der Verstorbenen lebt in ärmlichsten Verhältnissen und hat sich im Leben nie mehr Luxus geleistet, als die Operation seiner Frau. Nach Pauls Tod erhält Adrienne einen bereits geschriebenen, aber nicht abgesandten Liebesbrief.

Fazit
Über kleine Schwächen kann ich hinwegsehen. Etwa über die unglaubwürdig kleine Küche der Pension. Es ist nur so, dass sich auf Dauer die Unstimmigkeiten summieren und letztlich den Gesamteindruck trüben. Das ist schade, denn aus der Grundlage hätte mehr werden können.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: Nights In Rodanthe

Land: USA 2008

Laufzeit in Minuten ca.: 97

Kinostart / Filmstart: 16.10.2008

Regie: George C. Wolfe

Drehbuch: Ann Peacock, John Romano

Schauspieler (Besetzung): Richard Gere, Diane Lane, Christopher Meloni, Viola Davis, Becky Ann Baker, Scott Glenn, Linda Molloy, Pablo Schreiber, Mae Whitman, Charlie Tahan, Carolyn McCormick

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