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Kinofilm
Lieber Frankie - KritikDer berührende Film lebt von seiner Geschichte und den brillanten Darstellern. Um ihren Sohn zu schützen, lebt Frankies Mutter seit Jahren eine Lüge. Doch dann zwingen sie äußere Umstände entweder die Wahrheit zu sagen, oder ein weiteres Mal zu schwindeln. Mit unabsehbaren Folgen ... In einer Zeit, in der Faxe, E-Mails und Handys als Inbegriff der Kommunikation gelten, scheint es anachronistisch, wenn eine Mutter ihrem Sohn Briefe schreibt und dabei mit "Lieber Frankie" beginnt. Das zudem nicht in eigenem Namen, sondern im Namen des Vaters. Der durchkreuzt angeblich die Weltmeere auf der HMS Accra, was der Junge stolz auf einer Weltkarte mitverfolgt. Er selbst ist ständig mit Mutter und Großmutter auf der Flucht, ohne den wahren Grund für die häufigen Umzüge zu wissen, aber der Junge ist geübt darin, sich mit Lebensumständen zu arrangieren. Vor kurzer Zeit hat sich die Familie in einer kleinen Hafenstadt niedergelassen. Hier findet seine Mutter einen Job und der Junge einen Freund, den Frankies Taubheit nicht stört. FilmkritikWieder einmal ist es ein kleiner, unaufgeregter Film, der begeistert. Auf Spezialeffekte und großes Brimborium wird lieber zugunsten des Zwischenmenschlichen verzichtet. Der Kern der ruhigen Erzählung ist so karg, wie die Gegend in der er spielt; lebt von seinen brillanten Darstellern und den vielen Augenblicken, in denen nicht gesprochen wird, sondern Blicke und Gesten aussagen. (Der schottische Akzent der Originalfassung ist nebenbei gesagt wirklich gewöhnungsbedürftig.) Im Mittelpunkt stehen klar die drei Menschen und ihre Beziehungen untereinander. Dabei bleibt stets Raum für eigene Interpretationen. Beispielsweise erfahren Sie nicht genau, ob der Sohn die Scharade seiner Mutter nicht längst durchschaute, denn er begreift sehr schnell. Auch das Ende ist offen. Der Realist hält es für unwahrscheinlich, dass der Fremde zurückkehrt, während der Romantiker keinen Zweifel hegt. Seiten (0):
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