Kinofilm

Der Stern des Soldaten

L’étoile du soldat

Christophe de Ponfilly reist zum ersten Mal im Juli 1981 heimlich nach Afghanistan, um den Widerstand des afghanischen Volkes gegen die sowjetischen Besatzer zu dokumentieren. Seine erste Reportage Une vallée contre un empire, gedreht im Pandschir-Tal, wird weltweit von mehreren Fernsehsendern ausgestrahlt. Ponfilly bleibt dem Land verbunden, beeindruckt auch von dem Kampf, der von Massoud geführt wird, und er berichtet immer wieder über das Drama, das sich in Afghanistan abspielt.

1984 kehrt er heimlich in das Pandschir-Tal zurück, in dem alle Dörfer von den Russen zwischenzeitlich zerstört worden waren, und dreht dort Les combattants de l’insolence, für den er 1985 den Prix Albert Londres erhält. Es folgen zwei Filme über sowjetische Gefangene: Les damnés de l’URSS und Soldats perdus. 1987 dreht er Massoud, portrait d’un afghan. Nach dem Rückzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan dreht Christophe de Ponfilly zusammen mit Frédéric Laffont einen zweistündigen Film über die Spuren, die der Krieg bei Afghanen wie Russen hinterlassen hat (Poussières de guerre - Le chant des armes et le temps des larmes). Nachdem die Mudschaheddin 1992 Kabul eingenommen haben, wird der Film mehrmals im afghanischen Fernsehen ausgestrahlt. 1993 kehrt Ponfilly nach Afghanistan zurück, um abermals über den Krieg zu berichten und zu filmen, diesmal in der afghanischen Hauptstadt. Es wird ein trauriges Reisetagebuch im Angesicht eines schändlichen Krieges (Kaboul au bout du monde). 1997 dreht er im Stil eines subjektiven Dokuabenteuers Massoud l’Afghan, der auch international großen Erfolg hat. Der Film macht deutlich, in welchem Maße der Westen trotz seiner omnipräsenten Medien die Situation unterschätzt hat, und wie er es versäumt hat, ein selbstständiges Afghanistan zu unterstützen, als es erforderlich gewesen wäre.
Neben seinen Filmen (40 in 20 Jahren) schrieb Christophe de Ponfilly auch Bücher (Le clandestin dans la guerre des résistants afghans 1985; Poussières de guerre 1990; Massoud l’Afghan 1998; Vies clandestines, nos années afghanes 2001; Lettre ouverte à Joseph Kessel sur l’Afghanistan, une envie de hurler 2002; Scoops 2002). Er leitete die Reihe "Les hommes de notre temps" im französischen Verlag Editions Bibliophane. L’étoile du soldat ist sein erster Spielfilm.
Copyright/Quelle: Stardust

Credits

Original Film-Titel: L’étoile du soldat

Land: Frankreich, Deutschland, Afghanistan 2006

Laufzeit in Minuten ca.: 105

Kinostart / Filmstart: 19.06.2008

Regie: Christophe de Ponfilly

Drehbuch: Christophe de Ponfilly

Schauspieler (Besetzung): Sacha Bourdo , Patrick Chauvel , Mohammad Amin , Ahmad Shah Alefsourat , Gol Goutey , Igor Naryshkin , Denis Manohin , Pavel Kuzin , Elena Mikheeva , Sergey Sonovsky

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