Kinofilm

Cars 3

In der Realität werden Autos regelmäßig von neuen Modellen abgelöst. Was heute modern ist, ist in wenigen Jahren das Design von gestern. Das ergeht den Autos in Cars nicht viel anders. Während Rusty liebenswert ist, eben weil er eine alte Rostlaube ist, spürt sein Kumpel Lightning McQueen plötzlich das Alter.

Lightning McQueen will es nicht einsehen: Er ist nicht mehr der Jüngste und eine neue Generation Sportwagen steht in der Boxengasse bereit, um die Veteranen zu verdrängen. Sie sind schnittiger, liegen besser in der Kurve und sind einfach schneller. So sehr Lightning McQueen auch Gas gibt, er gehört langsam aber sicher zum alten Eisen. Doch er ist unter der Motorhaube immer der gewohnte Egoist und verschließt die Augen vor den Tatsachen. Seine Sturheit führt ihn jedoch nicht mehr zum Sieg, sondern zu neuen Sponsoren und zu einer neuen Trainerin. Cruz Ramirez träumte einst selbst davon Rennen zu fahren. Doch ihr fehlt der Mut und sie arbeitet als Trainerin. Ihre Methoden sind modern - aber nichts für den Sturkopf McQueen. Der sieht es nicht ein, im Simulator zu trainieren. Er will hinaus ins echte Leben und dort trainieren. So geraten die ungleichen Autos in ein kleines Abenteuer. Und am Ende steht das große Rennen an, das mit einer echten Überraschung endet.

Kritik

"Cars 3" ist im Vergleich zu den Vorgängern "Cars" und "Cars 2" die reifste Produktion. Ein insgesamt stimmiger Film, der viele Emotionen transportiert und die bekannten Schwächen der Vorgänger hat. Es ist nach wie vor so, dass die Autos in ihrem Ausdruck stark eingeschränkt sind. Da ihnen Gliedmaßen fehlen, müssen die Augen, die Stimme und das Fahrverhalten wie Zu- und Abwendung oder die Situation den Ausdruck übernehmen. Das gelingt gut, wenn der Held in einer verstaubten, nach Öl riechenden Garage schmollt. Wie auch die Einarbeitung universeller Themen, dass man einen Rat von altgedienten Recken gut brauchen kann. Gefällig ist die Idee, dass der einstige Champion aufs Altenteil abgeschoben werden soll und Merchandise-Artikel verkaufen. Damit bringt "Pixar" ein wenig Selbstkritik im Film unter, denn Filme lassen nicht nur die Kinokassen klingeln.

Ein weiterer Punkt, der den Film nicht abwertet aber auffällt ist der, dass die Handlung stark an den ersten Teil erinnert. Wieder ist Lightning McQueen der Sturkopf mit den Flausen im Kopf, der geläutert werden muss und erneut spielt ein Teil der Handlung auf dem Land. So gibt es zum Beispiel wieder die Kuhherde, die aus Traktoren besteht. Am Ende beweist "Cars 3" dann ganz nebenbei, dass Frauen eben doch Auto fahren können. Die Animation entspricht dem Stand, den man von Pixar erwarten kann. So fantasievoll wie der Vorfilm "LOU" fällt Cars 3 allerdings nicht aus.

Fazit
Cars 3 ist ein sehenswerter Film für junge Zuschauer.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Wertung: 60 %
Land: USA
Jahr: 2017
Laufzeit ca.: 98
Genre: 3D • Abenteuer • Action • Animation • Familie • Komödie • Roadmovie
Verleih: Walt Disney
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 28.09.2017

Regie: Brian Fee
Drehbuch: Brian Fee • Ben Queen • Eyal Podell • Jonathon E. Stewart • Kiel Murray • Bob Peterson Mike Rich

Sprecher: Sebastian Vettel (Sebastian) • Shary Reeves (Shary Schlau) • Benedikt Weber (Jackson Storm) • Bettina Zimmermann (Sally) • Christian Tramitz (Chick Hicks) • Manou Lubowski (Lightning Mcqueen) • Oliver Kalkofe (Rusty) • Rick Kavanian (Luigi)

 DVD bestellen bei Amazon.de



Seiten (0):

Name Gast-Kommentar
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben!

 
Gast-Kommentar schreiben
Name:
eMail*:
Überschrift:
Text:

» Smilies
Visuelle Bestätigung: =>
*nur intern - wird nicht veröffentlicht

Anzeige
Einkaufen bei Amazon.de

Copyright Texte, Bilder, Clipart: 2001 - 2015 Filmhai.de oder Lizenzgeber, falls angegeben
Impressum Datenschutz