Kinofilm

Bad Neighbors

Mac (Seth Rogen) und Kelly (Rose Byrne) erleben die typischen Schwierigkeiten von jungen Eltern. Etwa plötzlich erwachsen sein zu müssen, weil das erste Kind da ist. Verantwortung übernehmen und spießige Dinge tun, obwohl man alles andere als spießig sein will. Zum Beispiel ein eigenes Haus kaufen und die Sicherheit der eigenen vier Wände genießen.

Als eines Tages ins Nachbarhaus eine Studentenverbindung einzieht, ist es mit der Ruhe und Beschaulichkeit auf einen Schlag vorbei. Ein Kompromiss muss her. Nicht den Spielverderber raushängen lassen und den Studenten den Spaß verderben, aber ihnen beibringen, dass sie keinesfalls wilde Partys feiern können und das Baby aufwecken. Wie nicht anders zu erwarten, geht der Versuch cool und gleichzeitig autoritär zu sein in die Hose. Trotzdem machen beide Seiten auf guten Willen und die erste Party wird gemeinsam gefeiert. Als es in der kommenden Nacht wieder laut wird, rufen die Radners die Polizei - was die Studenten als Kriegserklärung verstehen. Es bricht ein Nachbarschaftsstreit aus, der mal psychologisch und mal mit den Fäusten ausgetragen wird. Und abwechselnd tragen beide Seiten Etappensiege davon.

Kritik

Die Idee zu "Bad Neighbors" gefällt, insofern dass die Parteien einander den Spiegel vorhalten. Da gibt es die Studenten, die nicht wahrhaben wollen, dass sie in wenigen Wochen das Studium abschließen und in einigen Jahren dann ähnlich leben werden wie das Ehepaar nebenan, das sie momentan noch abfällig als alt bezeichnen. Die wiederum können sich noch sehr gut an ihre Zeit als Studenten erinnern und trauern verloren Freiheiten nach. Der Film setzt allerdings fast gar nicht auf diese Möglichkeiten, sondern eifert den Sexkomödien der letzten Jahre nach. Dementsprechend gibt es viel Reden über Sex, einige nackte Hintern und nackte Brüste zu sehen. Das klingt nach einer Komödie für Heranwachsende - dem widerspricht, dass der Film aus der Perspektive des Ehepaares erzählt wird. Somit also ein Film für die Zielgruppe 30 + wäre. Für die allerdings der Humor etwas arg jung ist. Deshalb bezeichne ich "Bad Neighbors" als einen Film, den Filmemacher gedreht haben, die selber nicht erwachsen werden wollen. Ihr Werk kann ich keiner Zielgruppe klar zuordnen.
Das ist weniger tragisch als der Umstand, dass die Handlung für eine Komödie viel zu lahm ausfällt. Es gibt zwar einige Gags. Doch die meiste Zeit ist der Film nur um Humor bemüht. Er versucht Gags herbeizureden, die teilweise nicht zünden, weil die Darsteller Situationen nicht spielen. Sie geben sich Mühe, doch die drei Hauptrollen zeigen so gut wie nichts, was als Schauspielerei bezeichnet werden könnte. Seth Rogen und Rose Byrne reden ganz viel, Zac Efron hat sich im Fitnessstudio mehr Mühe gegeben als vor der Kamera.
Andere Gags zünden nicht, weil sie schlicht nicht witzig sind. Da vergleicht Seth Rogen Zac Efrons Arme mit Schwänzen. Sinngemäß heißt es sie sähen aus wie Schwänze. Riesige Schwänze mit Adern. Vielleicht finden Amerikaner das lustig? Genauso wenig kann ich über die vielen Witze lachen, die männliche Homosexualität thematisieren oder andeuten.
Leider kommt die Handlung nicht nur bei einzelnen Gags nicht auf den Punkt, sondern auch insgesamt und die Erzählung endet ohne Schlusspunkt. Das kann gewollt sein, weil das Drehbuch somit nicht Partei nimmt. Es würde dann davon leben, dass der Kinofilm eine Abfolge von witzigen Szenen ist. Was ich - wie erwähnt - nicht behaupten kann.

Fazit
"Bad Neighbors" könnte grundsätzlich davon leben, dass zwei Parteien einander den Spiegel vorhalten. Will jedoch eine weitere Sexkomödie sein, die aufgrund lahmer Gags nicht zündet.
Filmkritik / Meinung: Thomas Maiwald

Wertung: 40 %

Credits

Original Film-Titel: "

Land: USA 2013

Laufzeit in Minuten ca.: 96

Kinostart / Filmstart: 08.05.2014

Regie: Nicholas Stoller

Drehbuch: Andrew Jay Cohen, Brendan O‘Brien

Schauspieler (Besetzung): Seth Rogen, Zac Efron, Rose Byrne, Christopher Mintz-Plasse, Dave Franco, Ike Barinholtz, Jerrod Carmichael

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