Kinofilm

Der Plan - Kritik

The Adjustment Bureau

Mal angenommen, der Mensch hätte zwar grundsätzlich einen freien Willen müsste es sich aber erst verdienen ihn zu leben. Dann müsste es eine übergeordnete Instanz geben, die das Leben bis dahin lenkt. Es wäre für diese Instanz eine verantwortungsvolle Aufgabe zwischen Fürsorge und Manipulation. Eine vielversprechende Grundlage für einen Film.

Der Kinofilm "Der Plan" führt zwei Menschen gegen den Willen einer Kontrollinstanz zusammen: Der Politiker David Norris (Matt Damon) und die Tänzerin Elise Sellas (Emily Blunt) treffen während einer Wahlveranstaltung zufällig aufeinander. David muss einsehen, die Wahl zum Bürgermeister von New York in letzter Sekunde doch noch zu verlieren und nimmt von Elise Trost und Hilfe an. Zudem ist er augenblicklich verliebt. Doch schon bald muss er einsehen, dass eine Macht gibt, die ihn von Elise fernhalten will. Graue Männer in eleganten Anzügen treten ihm in den Weg und machen ihm offen klar, dass eine Liebe zwischen David und Elise nicht geplant ist. Sollte David gegen den Plan verstoßen, drohen ihm schier unglaubliche Konsequenzen.
Eine Zeit lang scheint David mitzuspielen und fügt sich scheinbar in sein Schicksal. Doch in Wahrheit hat er Elise nicht vergessen und sucht nach einem Weg sie wiederzutreffen. Als ihm das gelingt, bricht er seine Zusage und ruft erneut die grauen Männer auf den Plan. Es beginnt ein Kampf David gegen Goliath ...

Filmkritik Der Plan

Auf Geschichten des amerikanischen Autors Philip K. Dick basieren Filme wie "Blade Runner" und "Paycheck". Da Science-Fiction-Literatur nicht zu meinen Interessen zählt, muss ein Vergleich zwischen Vorlage und Film entfallen. Doch auch ohne die Kurzgeschichte zu kennen, erlaube ich mir zu sagen, dass sie ein gutes Beispiel für ein oft gesehenes Problem darstellt: Es fehlt der Stoff für 90 Minuten Unterhaltung. Im Fall des Kinofilms "Der Plan" bedeutet es: Es wird Spannung aufgebaut um Fragen wie: Warum hat der Mensch einen freien Willen? Kann es sinnvoll sein Menschen zu manipulieren? Falls ja, wer trifft die Entscheidungen? Ist Gott die Kontrollinstanz? Ist Liebe stärker als alles andere? Man sitzt im Kinosaal und wartet auf die Beantwortung dieser aufgeworfenen Fragen. Doch dann beschleicht einen während des Sehens das Gefühl: Der Film drückt sich um Antworten. Und richtig. Am Ende geht das Licht im Kinosaal wieder an und die Fragen bleiben offen. Keine Antwort auf die Motivationen der Hauptdarsteller. Also etwa auf die Frage, weshalb einem Politiker, der danach strebt Macht auszuleben, die Liebe dann doch wichtiger ist? Mehr noch: Die Thematik, dass Liebe stärker ist als alles andere, wirkt unstimmig. Antworten auf Hintergründiges bleiben aus. Die grauen Männer bleiben graue Männer. Vielleicht sind sie Engel, vielleicht arbeiten sie im Auftrag Gottes - vielleicht auch nicht. Die Thematiken bleiben nebulös.
Wegen des schwachen Drehbuchs arbeiten die Schauspieler auf verlorenem Posten. Matt Damon und Emily Blunt spielen ihre Rollen zwar gut und machen einen sympathischen Eindruck - doch der Film als solches bleibt enttäuschend.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Wertung: 50 %

Credits

Original Film-Titel: The Adjustment Bureau

Land: USA 2010

Laufzeit in Minuten ca.: 109

Kinostart / Filmstart: 10.03.2011

Regie: George Nolfi

Drehbuch: George Nolfi

Schauspieler (Besetzung): Matt Damon, Emily Blunt, Anthony Mackie, John Slattery, Michael Kelly, Terence Stamp

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