|
Kinofilm
In & Out - KritikGreenleaf Indiana: Eine Kleinstadt im Sonnenschein - verschlafen, idyllisch. Noch ist die Welt hier rund und die Dinge nehmen den gewohnten Gang. Viel Abwechslung gibt bietet Greenleaf Indiana nicht und der berühmteste Sohn des Städtchens, Cameron Drake (Matt Dillon), ist dank seiner Oscarnominierung das Tagesgespräch. Auch Camerons ehemaliger Lehrer Howard Breckett (Kevin Kline) kommt beim Unterrichten nicht um das Thema Cameron herum. Howard ist ein Lehrer wie aus dem (amerikanischen) Bilderbuch: Smart, adrett, gepflegt und begeistert die Schüler sogar für die, von ihm besonders geliebten, Shakespeare Sonette. Zur Oscarverleihung sitzt ganz Greenleaf vor den Flimmerkisten und fiebert. Cameron, ganz cool, nimmt die Oscarverleihung auf die leichte Schulter. Für seine Film-Rolle als homosexueller Soldat (eine wunderbare Parodie der amerikanischen Kriegsfilme) bekommt er die begehrte Trophäe. Bei seiner Dankesrede bedenkt er vor allem den vielen homosexuellen Soldaten. Im Überschwang der Gefühle dankt er auch seinem alten Lehrer Howard Breckett. Das lässt Howard und seine Verlobte aufhorchen, doch Camerons Nachsatz "Und er ist schwul!" lässt Howard und Emily (Joan Cusack) das Blut der Adern gefrieren. FilmkritikDer Kinofilm "In & Out" parodiert gekonnt liebgewonnene amerikanische Klischees: Angefangen bei der Oscar-Verleihung, die zur Farce gerät, über den nicht gerade hellen, großmäuligen Schauspieler mit seiner magersüchtigen Model-Freundin ("ich muss noch duschen und kotzen") bis hin zum allgegenwärtigen Fernsehen und seinen parasitären Reportern. Situationskomik trifft Wortwitz plus Starbesetzung. Was will man mehr? Vielleicht wünscht man sich als Zuschauer ein bisschen mehr Wagnis, denn außer einem Kuss zwischen den zwei Männern gibt es keine weitere Berührung oder zärtliche Gesten. Nette Ansätze, aber dann verlässt den Film der Mut. Seiten (0):
*nur intern - wird nicht veröffentlicht |
macht mit
Anzeige
|
|||||