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Kinofilm
Blueberry und der Fluch der DämonenBereits in den Sechzigern sollte der gleichnamige Comic verfilmt werden. Im Jahr 2003 schaffte der Westernheld den Sprung auf die Leinwand - mit ihm seine Dämonen. Die namensgebende Figur entspringt der gleichnamigen Comicserie von Jean-Michel Charlier und Jean Giraud (auch bekannt als "Moebius"). Seit den Sechzigern scheiterten alle Pläne, den Westernhelden auf die Leinwand zu bringen. Entweder lag es am Widerstand, des mittlerweile verstorbenen, Jean-Michel Charlier oder an den Studios. Erst 2003 erblickte Mike Blueberry in Frankreich das Licht der Kinowelt - wunschgemäß als französische Produktion. Dennoch haben Fans und Cineasten wenig Grund zur Freude. "Blueberry und der Fluch der Dämonen" ist ebenso langatmig wie sperrig geraten. Kritik: Vor der schönen Kulisse Mexikos, spult Regisseur Jan Kounen ein zähes Ringen ab. Die Landschaft macht ihre Sache gut. Die Darsteller sind akzeptabel, Regie und Drehbuch quälend. Laut Presseheft wollte Kounen weder "eine detailgetreue Reproduktion des Comics" auf die Leinwand bringen, noch ging es "um die Herstellung eines 'echten' Western". Den Vergleich mit den Comics muss ich schuldig bleiben. Was den Western anbetrifft, hat Kounen sein Ziel verfehlt. Die erste Hälfte von "Blueberry und der Fluch der Dämonen" ist eine klassische, langatmige Western-Inszenierung (ca. 60 - 70 Minuten). In vielen Rückblenden erlebt der Zuschauer die Lebensgeschichte, inklusive der Darstellung besagter Dämonen. Zahlreiche Kriechtiere, Schlangen und Krakenarme haben ihren Auftritt; später weichen sie im Fantasieteil Farbspielen wie aus Lasershows. Über der zweiten Hälfte liegt der Fluch - eine Mischung aus Selbstfindung, Indianer-Mystik und Lasershow. Der Brückenschlag zwischen erstem und zweitem Teil ist nicht gelungen. Zudem ärgert, dass der Kino-Film ein dünnes Thema auf 124 Minuten auswalzt. Seiten (0):
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