Kinofilm

Pacific Rim: Uprising

Die Materialschlacht ist gewaltig. Riesige Monster kämpfen gegen imposante Kampfroboter. Wenn es sein muss, dann wird eine Stadt zur Kampfarena. Trotzdem ist am Ende nur eines gewiss: Man weiß nie, ob und wann die Feinde erneut angreifen.

Die erste Angriffswelle der Außerirdischen konnte erfolgreich zurückgeschlagen werden und die Tore, durch die die Angreifer ihre Monster sandten, sind versiegelt. Mit der Zeit ist so etwas wie Normalität eingekehrt und auch Jake Pentecost (John Boyega, Detroit) ist bemüht seinen Platz in der neuen Weltordnung zu finden. Leider ist seine Idee, den Lebensunterhalt als Dieb zu verdienen, nicht besonders gut. Sie hat nur ein Gutes: Bei einem seiner Raubzüge lernt er Amara (Cailee Spaeny) kennen. Die ist überzeugt davon, dass die Monster zurückkehren werden und baut deshalb ihren eigenen Kampfroboter. Der alsbald zum Einsatz kommt und für dessen Testlauf Amara und Jake im Gefängnis landen. Ihr weiterer Weg führt sie direkt auf die Basis, auf der Jake zwar ein Gefangener ist und auch ein Ranger. Seine Bewährungsstrafe besteht darin junge Kadetten auszubilden. Diese neue Generation an Kampfpiloten wird nicht mehr gebraucht, ist sich Shao Liwen (Jing Tian, The Great Wall) sicher, denn ihre Firma baut eine neue Generation an Kampfdrohnen, die unbemannt in den Krieg ziehen können. Ob sie damit Recht hat, kann sie bald beweisen, denn plötzlich schlägt der Feind wieder zu.

Kritik

Wenngleich "Pacific Rim Uprising" nicht auf einem Comic basiert, ist es eine klassische Comicverfilmung hinsichtlich der Dialoge, die man ungestraft als Sprechblasen bezeichnen darf und der Darstellung der feststehenden Charaktere. Die Hintergrundgeschichte dient dazu große Bilder auf die Leinwand zu werfen, die in 3D imposant sind.
Den Personen bekommt die Stilisierung nicht gut, denn leider gibt es keinen Ausbau der Charaktere und es ist sogar so, dass der Film Figuren einführt, ohne ihnen eine Geschichte zu spendieren. Da lernt Amara bei ihrer Ankunft im Ausbildungslager eine Gruppe junger Kadetten kennen, die Statisten bleiben und hauptsächlich deshalb eingeführt werden, damit im finalen Kampf mehr Piloten zur Verfügung stehen und damit im Film mehr Nationen vertreten sind. Diese Personen arbeiten und leben auf der Basis zusammen ohne ein Miteinander zu entwickeln. Es kommt zwar zu Reibereien aber nicht zu mehr. Schade, dass auch die Charakterisierung der zwei Hauptfiguren auf einem Notizzettel Platz findet. Jake, der tragische Held, betont nicht sein Vater zu sein, der als Märtyrer im Krieg starb. Amara, die Rebellin, ist seit ihrer Kindheit traumatisiert und hat gelernt sich durchzusetzen.

Hinsichtlich der Dialoge fällt auf, dass sie meist Einzeiler sind; gleichzeitig aber fast unablässig geredet wird. Es ist nicht falsch zu sagen, dass viele Szenen weniger gespielt, als viel mehr geredet werden. Mancher Schlagabtausch ist dann weniger cool als gewollt. So bekommt Lambert sinngemäß gesagt: "Alle unsere Piloten sind tot oder verletzt!" Seine Antwort: "Darum kümmern wir uns später." Im Kern schon richtig. Doch was tun, wenn man keine Abwehr mehr hat? Der einzige Ausweg besteht darin, die Auszubildenden in den Kampf zu schicken. Was man als Zuschauer von Anfang vermutet hat, denn die Handlung ist vorhersehbar.

In ihrem Kern folgt die Story einem klassischen Muster. Erst werden die Helden eingeführt, dann ausgebildet beziehungsweise geläutert und ziehen am Ende in den finalen Kampf. Das ergibt einen logischen Aufbau und trotzdem bleibt "Pacific Rim Uprising" eine bruchstückhafte Abfolge von bildlastigen Szenen, die ein hohes Tempo erreichen und gehetzt erscheinen. Ein solides Fundament fehlt. Die Story erinnert mich an eine Verwürfelung von "Transformers" und "Godzilla".

Die Optimierung für zwei Zielgruppen fällt auf. Wahrscheinlich um Teenager anzusprechen, sind die zwei Hauptausbilder John Boyega und Scott Eastwood (Overdrive) auffällig jung. Boyega ist Mitte zwanzig und Eastwood Anfang dreißig. Der alte, erfahrene Haudegen fehlt unter den Ausbildern. Zudem gibt es auf der Basis nur sehr wenige Menschen, die deutlich älter sind als dreißig Jahre. Auch die Steuerung der Kampfroboter soll junge Cineasten beeindrucken. Im Cockpit arbeiten zwei Piloten, deren Gehirne gekoppelt sind. Die Kampfroboter agieren immer so, wie die Piloten im Innern. Soll der Roboter nach rechts hechten, dann hechten dafür die Menschen nach rechts. Zudem sehen sie das äußere Geschehen in einer Art Holodeck vor sich. Das Prinzip ist schlüssig, bis auf eine Ausnahme. Die Kampfroboter können fliegen; doch wie steuern die Menschen das?
Zudem fällt die Auslegung für den asiatischen Markt auf. Chinesen treten zahlreich auf, sind Entscheidungsträger und sie sprechen ganze Passagen in Mandarin.

Fazit
Ähnlich wie in einem Comic reiht "Pacific Rim Uprising" Bilder aneinander. Da die Nähe zu den Figuren gering ist, fällt das Mitfiebern schwer. Scott Eastwood erwischt es richtig bitter, denn er spielt nur einen besseren Statisten. Etwas schade ist auch, dass die Handlung im Vorhinein Dinge erklärt. So gibt es die Warnung, dass Drohnen gehacked werden können - und später passiert es. Alles in allem eine Empfehlung für Comicfans.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %

Land: USA
Jahr: 2018
Laufzeit ca.: 111
Genre: 3D • Abenteuer • Action • Krieg • Science-Fiction
Verleih: Universal Pictures International
FSK-Freigabe ab: 12 Jahren

Kinostart: 22.03.2018

Regie: Steven S. DeKnight
Drehbuch: Steven S. DeKnight • Emily Carmichael • Kira Snyder • T.S. Nowlin • Travis Beacham

Schauspieler: John Boyega (Jake Pentecost) • Scott Eastwood (Nate Lambert) • Cailee Spaeny (Amara Namani) • Burn Gorman (Dr. Hermann Gottlieb) • Charlie Day (Dr. Newton Geiszler) • Jing Tian (Liwen Shao) • Jin Zhang (Marshal Quan ) • Adria Arjona (Jules Reyes) • Rinko Kikuchi (Mako Mori) • Karan Brar (Kadett Suresh) • Wesley Wong (Kadett Jinhai) • Ivanna Sakhno (Kadett Viktoria) • Mackenyu (Kadett Ryoichi) • Lily Ji (Kadett Meilin) • Shyrley Rodriguez (Kadett Renata) • Rahart Adams (Kadett Tahima) • Levi Meaden (Kadett Ilya)

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