Kinofilm

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme - Kritik

The Lord of the Rings: The Two Towers

Der zweite Teil der Trilogie schließt sich nahtlos an den ersten Teil an. Der Film zeigt nochmals kurz Gandalfs Sturz in den Abgrund, dann setzen die Hobbits Frodo und Sam ihren Weg nach Mordor fort. Der Film wechselt nun zwischen drei Erzählsträngen. Frodo und Sam auf dem Weg nach Mordor, Aragorn, Legolas und Gimli den drei Gefährten sowie Merry und Pippin, die sich immer noch in Gefangenschaft der Uruk-hai befinden. Nach wie vor geht es Sauron um die Herrschaft über ganz Mittelerde, über jedes Lebewesen.

Im Vergleich zum ersten Teil legt dieser an Tempo zu. Die Erzählung springt zwischen den Schicksalen der einzelnen Gruppen und bringt neue Helden und Wesen ins Spiel. Die Hobbits Merry und Pippin lernen nach ihrer Flucht den Ent Baumbart kennen, einen Baumhirten, der sowohl sprechen als auch laufen kann. Die Ents werden später einen entscheidenden Schlag gegen den Zauberer Saruman ausführen, weil der die Wälder um seinen Turm vernichtet hat. Die Menschen kämpfen im Königreich Rohan, das von König Theoden regiert wird, eine nahezu aussichtslose Schlacht gegen Sarumans Streitmacht. Ihr Sieg ist bitter erkämpft und selbst wenn es ein Sieg war, so ist das Ganze erst der Anfang der archaischen Schlacht Gut gegen Böse.

Filmkritik

Der Kinofilm "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" vereint archaische Bilder und Mythen. Elben, Zwerge, Zauberer und Menschen kämpfen gemeinsam gegen das Böse, das die Herrschaft über Mittelerde anstrebt. Regisseur Peter Jackson hat die Handlung bildgewaltig umgesetzt. Er bedient sich archaischer Bilder: Liebe, Verrat, Freundschaft und Zauberei; Freunde und Verbündete, die ihr Leben füreinander opfern. Zarte Frauen von ätherischer Schönheit und markige Männer verkörpern die Geschlechter in Reinform. Weiß ist die Farbe der Guten - Zauberer Gandalf wird wieder geboren als Gandalf der Weiße, während Schwarz das Böse darstellt. Auffällig ist, dass die Guten im Film fast alle blaue Augen haben. Die große Schlacht um Helms Klamm wird nachts geschlagen und als dramatischer Kniff lässt es Regisseur Peter Jackson regnen und gewittern.

Filme haben ihre besondere Erzählweise und wir Menschen sind von Bildern oftmals mehr beeindruckt als von Worten. Das weiß auch Regisseur Peter Jackson und setzt vollends auf seine bildgewaltige Sprache. Die Dialoge geraten leicht zu inhaltsarmen Phrasen. Allerdings wiegt das im zweiten Teil nicht so schwer wie im ersten Teil, denn es gibt nur wenig Dialoge. Was im ersten Teil aufgeblasen und ermüdend war, verliert im zweiten Teil an Bedeutung, denn die Handlung macht Dialoge fast überflüssig und dem Zauber dieser gewaltigen Seifenoper wird sich kaum jemand entziehen können.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "The Lord of the Rings: The Two Towers"

Neuseeland / USA, 2002

Laufzeit ca. 179 Min.

Kinostart / Filmstart: 18.12.2002

Regie: Peter Jackson

Drehbuch: Frances Walsh, Philippa Boyens

Schauspieler (Besetzung): Elijah Wood (Frodo Beutlin), Ian McKellen (Gandalf), Liv Tyler (Arwen), Viggo Mortensen (Aragorn), Sean Astin (Sam), Cate Blanchett (Galadriel), John Rhys-Davies (Gimli), Billy Boyd (Pippin), Dominic Monaghan (Merry), Orlando Bloom (Legolas), Christopher Lee (Saruman), Hugo Weaving (Elrond), Sean Bean (Boromir), Ian Holm (Bilbo Beutlin), Karl Urban (Eomer)

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