Kinofilm

Hab mich lieb

Mit einem stark authentischen Hintergrund schildert "Hab mich lieb!" eine Episode aus dem Leben einer der Jugend gerade entwachsenen Generation. Die Geschichte entsteht unter der aufmerksamen Betrachtung der Freundschaft zwischen den zwei Protagonisten Kalli und Christel. Niederlagen und Triumphe bestimmen ihre wechselnden Positionen in den Statuskämpfen, denen sie sich gegenseitig aussetzen.

In dem Sinne spielen Kalli und Christel Freundschaft, wobei Kalli glaubt, ihrer transsexuellen Freundin Christel überlegen zu sein, was diese nur scheinbar hinnimmt. Es liegt Christel nicht, ihre Ansichten gegenüber anderen durchzusetzen. Es genügt ihr, überhaupt "eigene" zu haben. Aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen sieht sie ihre gewonnenen Ansichten als änderbar an, für sie gibt es nicht die "eine Wahrheit". Anders Kalli, die nach außen vorgibt, über gefestigte, lebensnotwendige Ansichten zu verfügen.
Im Inneren aber rumoren die Ängste, die Kalli, in Manier ihrer Mutter, am besten loszuwerden sucht, indem sie diese anderen suggeriert. Nicht selten wird Kalli durch ihre ungeschickte "Überheblichkeit" zu unangebrachten, wenn auch gut gemeinten Ratschlägen verleitet, die eher belehrend wirken, als den genügsamen Anspruch, sich ihrer Umwelt mitzuteilen, erfüllen. Durch den Lauf der Geschichte sieht sich Christel gezwungen, immer mehr gegen Kalli zu rebellieren, zunächst ironisch, am Ende jedoch bitterernst.
Die Figuren bewahren Lebendigkeit und Sympathie nicht zuletzt durch die Kraft von Ironie und Sarkasmus, die neben dem Unterhaltsamkeitswert es vermögen, die Subtilität der Gefühle in ihrer Widersprüchlichkeit, Verleugnung und Verbergung zu offenbaren. Der Kino-Film führt nicht zu einer Moralität. Die Geschichte gibt einen episodischen Einblick in die Intimität eines Alltagsphänomens, mit dem wir im Leben generationsübergreifend konfrontiert werden und uns wieder erkennen können.
Copyright/Quelle: basis

Credits

Original Film-Titel: "

Land: Deutschland 2004

Laufzeit ca.: 102 Minuten

Kinostart / Filmstart: 12.01.2006

Regie: Sylke Enders

Drehbuch: Sylke Enders

Schauspieler (Besetzung): Franziska Jünger, Torsten Schwjck, Lennie Burmeister, Paul Faßnacht, Rainer Zipke, Angelika Ritter, Hinnerk Schönemann, Ellis Heiden, Petra Wolf, Axel Strothmann, Sven Tjaben, Jana Piel, Anna Gaedcke, Peter Rumpf, Andreas Bisowski

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