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Kinofilm
Elephant - KritikEines Morgens, irgendwo in Amerika. Ein Junge wird von seinem angetrunkenen Vater zur Schule gefahren. Am selben Morgen, an derselben Schule. Elias hat eben noch im Park fotografiert, erreicht jetzt das Gebäude. Dort gehen Schüler und Lehrer ihrem Tagesablauf nach. Die Kamera folgt einzelnen Wegen minutenlang aus der Schulterperspektive. Mit Erreichen der Schule wiederholen sich im Film einige wenige Szenen, werden aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt. Mal aus der Perspektive des ratschenden Mädchentrios, dann aus der Sicht des Mädchenschwarms, der an dem Trio vorbeigeht. Beim dritten Durchlauf steht ein gehänseltes Mädchen im Vordergrund, das versucht möglichst ungesehen den Gang zu meistern. Obwohl einzelne Kapitel die Namen der Schüler tragen, bleiben die Personen austauschbar - sie bauen zum Publikum keine Beziehung auf. Idyllische Bilder eines ganz normalen Schul-Alltags, minutenweise unterlegt mit klassischer Musik. FilmkritikSchade: Beweggründe bleiben im Dunkel. "Elephant" liefert keine Erklärungsversuche. Die Mutter des einen Täters sieht man wenige Augenblicke (nur bis zur Brust). Sie hat eine Stimme, aber kein Gesicht. Ebenso bleibt das Umfeld der Täter unscharf. Keine Vergangenheit, keine spezielle soziale Schicht. Bevor der eine Schüler später den Direktor erschießt, hält er ihm vor, nicht zugehört zu haben. Weshalb das Ganze? Zwei versteckte Hinweise könnten auf Homosexualität hindeuten. Die Jungs duschen vor dem Blutbad gemeinsam und es gibt einen Kuss. Zudem tagt an der Schule ein Bündnis für Homos und Heteros. Auf Grund der Inszenierung kann das Ganze ebenso gut ein Zufall sein. Letzten Endes ist die Motivation der Täter ebenso gleichgültig wie das Sterben der Opfer. Es geht weder um die Verherrlichung von Gewalt noch um deren Verurteilung. Kritik klingt nur sehr verhalten an. Der Paketdienst liefert die bestellte Waffe an einen Jugendlichen aus. Ein alkoholkranker Vater, der mit dem Opfer nicht in Beziehung steht, plant mit seinem Sohn jagen zu gehen. Seiten (0):
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