Kinofilm

Das Dschungelbuch 2 - Kritik

The Jungle Book 2

Wie setzt man einen Erfolg fort? Am besten dort, wo man aufgehört hat. Somit setzt "Das Dschungelbuch 2" relativ nahtlos an den Film das "Dschungelbuch" an. Mogli lebt jetzt im Menschendorf und erzählt bei einem Schattenspiel in Kurzfassung was bisher geschah. In dieser Szene werden gleich die neuen Charaktere eingeführt. Das Mädchen Shanti, dem Mogli einst ins Menschendorf folgte, hat einen kleinen Bruder Namens Ranjan.

Die Regeln im Menschendorf sind streng und einem Wildfang wie Mogli fällt es besonders schwer sich an diese Regeln zu halten. Einerseits möchte er sich an die Regeln halten, andererseits zieht es ihn natürlich zu seinen Freunden in den Dschungel. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses vermisst Balu seinen Freund Mogli. Auch wenn der Panther Baghira noch so oft auf ihn einredet, Balu kann Mogli nicht vergessen. So kommt es, dass sich Balu im Film eines Nachts ins Menschendorf schleicht. Gerade noch im richtigen Augenblick, denn auch der Tiger Shir Khan ist auf dem Weg ins Menschendorf um endlich Rache an Mogli zu nehmen. Obwohl Balu Mogli das Leben rettet, sieht es für Shanti so aus, als würde Mogli entführt. Beherzt bricht sie auf und sucht nach dem entführten Freund. Begleitet wird Shanti dabei von ihrem mehr als vorwitzigen Bruder Ranjan. Allen Gefahren zum Trotz, treffen die Freunde nach vielen Irrungen und Irrwegen wieder aufeinander und sowohl Balu als auch Shanti lernen das Gegenüber mit anderen Augen zu sehen.

Filmkritik

"Das Dschungelbuch 2" lässt viele der bekannten Figuren wieder auftreten: Die Geier haben einen neuen Freund Lucky bekommen, Colonel Hathi befehltigt weiterhin seine Elefantenpatrouille und die Schlange Kaa lauert weiterhin vergebens auf Menschenkinder. Die Animation verzichtet weitgehend auf Experimente und setzt auf klassisches Aussehen. Die Musik ist jazzig und swingt. Insgesamt aber bleibt der Zauber des Originals unerreicht. Die Gesangsnummern sind etwas schwach auf der Brust - obwohl Balu und Mogli es nochmals mit Gemütlichkeit versuchen. Die Handlung setzt sehr auf Sicherheit. Bewährte Figuren und bewährte Verhaltensmuster. Das Mädchen Shanti ist ein unangenehm altkluges Kind und ihr kleiner Bruder übernimmt die Rolle, die sonst bei Disney ein begleitendes Tier übernimmt. Die Leute im Menschendorf sind kaum der Erwähnung wert, weil einfach nur gutherzig. Shir Khan hingegen darf wesentlich böser und bedrohlicher erscheinen als im Original.

Fazit
Die Produzenten haben mit ihrer Fortsetzung sehr auf Sicherheit gesetzt. Entstanden ist nichts grundsätzlich Neues, sondern eine Fortsetzung. Statt auf Handlung wird sehr auf Klamauk gesetzt. In der Vorführung waren sehr viele kleine Kinder anwesend, die zum Teil so klein und leicht waren, dass die Kinositze mit ihnen hochklappten, was schon vor Filmbeginn für viel Gelächter sorgte. An der Reaktion der Kinder gemessen, ist es ein gelungener Film, der besonders die kleinen Zuschauer anspricht.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "The Jungle Book 2"

USA 2002

Laufzeit ca. 73 Min.

Regie: Steve Trenbirth

Drehbuch: Karl Geurs

Kinostart / Filmstart: 27.03.2003

Deutsche Stimmen: Jürgen Kluckert (Balu), Max Felder (Mogli), Francois Göske (Mogli Gesang), Adak Szdasht (Shanti), Domenic Redl (Ranjan), Arne Elsholtz (Baghira), Hans-Michael Rehberg (Shir Khan), Wolfgang Spier (Kaa), Kai Taschner (Lucky), Engelbert von Nordhausen (Colonel Hathi), Tilo Schmitz (Ranjans Vater)

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