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Kinofilm
Daredevil - KritikDer nächste Superheld erobert die Leinwand: "Daredevil" alias Matt Murdock. Als Kind verhilft Matt (Ben Affleck) seinem Vater zu neuem Ruhm, verliert das Augenlicht bei einem Unfall (er flieht als er die Wahrheit über den Job seines Vaters sieht - tragischerweise ist es das Letzte, was er noch sehen wird). Der erblindete Sohn und der gebrochene Vater schwören einen Pakt und weil Matts Vater nicht glauben will, dass die gewonnen Boxkämpfe manipuliert waren, muss er sterben, für seine Ehre. Der mittlerweile blinde Matt schwört Rache. Wo Matts Mutter abgeblieben ist, erklärt die Handlung nicht. Scheinbar haben Mütter in Helden-Filmen nichts zu suchen, denn auch Elektra, die später Matts Freundin wird, hat ihre Mutter verloren; Spider-Man ist sogar Vollwaise. Obwohl er sein Augenlicht verloren hat, kann Matt Dinge sehen die in Schwingung geraten, beziehungsweise ein Echo senden. So gewöhnt sich Matt daran, sein Stadtviertel, Hell's Kitchen, per "Radar" zu erkunden. Dabei unterstützen ihn seine Supersinne, denn die restlichen Sinne sind bei ihm übermenschlich entwickelt. Als Erwachsener ist Matt tagsüber der blinde Anwalt; nachts schlüpft er in ein rotes Lederkostüm und sorgt für seine Auffassung von Gerechtigkeit. Was die weltlichen Gerichte nicht richten, das richtet er. Wie die anderen Superhelden auch hat er einen Vertrauten, der seine wahre Identität kennt. Er lebt und versteckt sich in den Katakomben einer Kirche. Dort schläft er in einem umfunktionierten Metallsarg in einer Flüssigkeit, denn nur so kann er seine Supersinne beruhigen. FilmkritikDas wirklich Beeindruckende sind die Spezialeffekte. "Daredevil" weicht Munition wie Pistolenkugeln und Wurfgeschossen einfach aus - eine eindrucksvolle Zeitlupe. Wenn Elektra im Regen steht, dann sieht er ihr Bild in einer Art Röntgenaufnahme. Diese Idee ist schön und wurde eindrucksvoll umgesetzt. Ob es allerdings lohnt für diese Spezialeffekte ins Kino zu gehen muss jeder Cineast selbst entscheiden, denn auch als Actionfilm eingestuft gibt es ein schwaches Bild ab. Zum einen verurteilt das Drehbuch die Schauspieler zu belanglosen Dialogen und ihre Rollen sind nicht viel mehr als bekannte Klischees: Superheld, Superweib, Superfiesling. Zum anderen sind die Schauspieler nicht aus der ersten Garde. Ben Affleck schwingt sich durch ein düsteres New York. Seine Blindheit merkt man ihm im Film kaum an, auch in den Szenen nicht, in denen er keine Maske trägt. Wer schon einmal blinde Menschen beobachtet hat, kann sich vielleicht an ihren spezifischen Gesichtsausdruck erinnern. Ben Affleck begnügt sich damit benommen in die Kamera zu schielen. Man wünschte sich, der Kerl röche wenigstens nach Schweiß oder Leder damit er eine Ausstrahlung bekommt, aber Fehlanzeige. Seiten (0):
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