Kinofilm

Die Daltons gegen Lucky Luke - Kritik

Les Daltons

Die Daltons sind nicht besonders helle und ihre Mutter leidet sehr darunter, dass die Jungs es einfach nicht schaffen, endlich eine Bank auszurauben. Um der unfähigen Bande Druck zu machen, dürfen sie solange nicht mehr zu Hause schlafen, bis sie endlich das erste Geldinstitut geplündert haben. Ziel der Dumpfbacken ist die sicherste Bank des Wilden Westens.

Dabei soll ihnen ein magischer Sombrero helfen. Den müssen sie jedoch erst einmal seinem Besitzer abjagen - und der ist ein gefürchteter Bandit, der ganz klassisch ein kleines Dorf terrorisiert. Da herkömmliche Waffen dem Hutträger nichts anhaben können, schleicht sich die Bande, als Musiker verkleidet, bei einem Fest ein. Tatsächlich gelingt es ihnen, den Sombrero zu stehlen - doch die Bank ist deshalb noch lange nicht ausgeräumt. Und am Ende hat Lucky Luke noch ein Wörtchen mitzureden.

Filmkritik

Hat man den Etikettenschwindel verdaut, der vorgaukelt Til Schweiger spiele in dem Kinofilm mehr als eine Nebenrolle, dann wundert man sich doch, dass es "Die Daltons gegen Lucky Luke" schafft, kontinuierlich schlechter zu werden. Mehr noch: Der tiefstapelnde Humor tut auf Dauer förmlich weh. Er sollte vielleicht Kinder ins Kino locken, aber selbst die werden kaum darüber lachen, dass die Daltons chronisch ungeputzte Zähne haben und mindestens zwei von ihnen schwul sind (sprich, auf Lucky Luke stehen, weil der so gut aussieht in seiner Jeanshose!). Mit der künstlichen Nase macht Herr Schweiger übrigens auch nicht mehr her als sonst.
Die restlichen Gags sind kaum der Rede wert. Schattenspiele und sprechende Tiere locken keinen Cineasten ins Kino; der einigermaßen lustige Zauberhut mit seinen fliegenden Totenköpfen ergibt keinen echten Running Gag - insgesamt gibt es nichts, was auf Dauer trüge. Des Weiteren gelingt es dem Schnitt Szenen so zu zerschneiden, dass sie ihre Komik nicht entfalten - etwa der Überfall der alten Frauen, der den Film quasi eröffnet. Selbst Fans der Comicreihe bekommen wenig Anlass für ihren Gang ins Kino. Obwohl der Kritiker kein Lucky-Luke-Experte ist, so fiel ihm doch auf, dass die Motive des Comics nur gestreift werden. Zugegeben nach der Vorführung wurde viel gelacht. Allerdings nicht über die Witze ...
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "Les Daltons"

Land: Frankreich, Deutschland, Spanien 2005

Laufzeit in Minuten ca.: 95

Kinostart / Filmstart: 25.08.2005

DVD-Start: 03.04.2006

Regie: Philippe Haim

Drehbuch: Ramzy Bedia, Michel Hazanavicius, Eric Judor

Schauspieler (Besetzung): Til Schweiger, Eric Judor, Ramzy Bedia

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