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Kinofilm
10.000 B.C. - KritikMenschen brauchen Helden. Davon zeugen alte Sagen und Überlieferungen, wie zum Beispiel die griechischen Heldensagen. Aber auch neuzeitliche Heroen, die Comics entsprangen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Und das Kino mit seiner ausladenden Leinwand bildet den idealen Rahmen um Heldentum in Szene zu setzen. Roland Emmerich versuchte nun ein weiteres Heldenepos zu schaffen - kein modernes sondern eines, dass in einer Zeit angesiedelt ist, als der Mensch noch Jäger und Sammler war ... Der Kinofilm "10000 BC" spielt in einer längst vergangenen Epoche, als die Menschen noch Mammuts jagten und den Elementen trotzen mussten. Da sah alte Mutter, dass das bisherige Leben des Stammes enden würde und ein neues Zeitalter beginnen. Ausgelöst werden sollte diese Umwälzung durch die Ankunft eines blauäugigen Mädchens. Und eines Tages tritt die Prophezeiung ein. Ein blauäugiges Mädchen, dem der Stamm den Namen Evolet (Hoffnung) gibt, erzählt, dass sein Volk von vierbeinigen Dämonen überfallen wurde. FilmkritikRoland Emmerich, der das Drehbuch schrieb und Regie führte, hatte wohl Großes im Sinn. Dementsprechend fügte er Imposantes zusammen: Afrika, die Wiege der Menschheit. Mammuts und Säbelzahntiger. Das Ende der Eiszeit. Die Entdeckung des Ackerbaus. Der Bau der ägyptischen Pyramiden. Prophezeiungen und Schamanismus. Zusammengehalten von der Wandlung des Helden: vom Jäger zum Krieger. Allerdings fehlt seiner Geschichte die Eigenständigkeit. Vielmehr macht es den Eindruck, als habe jemand eindrucksvolle Motive in einen Topf geworfen und zusammengerührt - ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob das Ganze überhaupt zusammenpasst. So verwundert es, dass in Afrika Stämme mit farbiger als auch welche mit fast weißer Hautfarbe leben. Und die ägyptischen Priester wie Inder aussehen. Auch die geschichtlichen Datierungen erstaunen. Das Ende der Eiszeit, die Entdeckung des Ackerbaus und die Entstehung der Pyramiden fielen (laut Wikipedia) nicht in den Zeitraum, in dem der Film spielt. Gut, es handelt sich hier um keine Dokumentation und es wäre zu verschmerzen, würde der Film ein richtig gewaltiges Kino-Märchen auftischen, dass einfach mitreißt und die Schwächen vergessen lässt. Doch weder die lahme, vorhersehbare Story, noch die Leistung der Darsteller, die Filmmusik oder die lauen Tricks können über die grundsätzliche Schwäche hinwegtrösten. Unterm Strich ergibt der Kinofilm "10.000 BC", selbst als Popkornkino gewertet, ein schwaches Bild. Seiten (0):
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