Kinofilm

Robots - Kritik

Roboter sind auch nur Menschen. Und so folgt der Kinofilm dem bewährten Prinzip Menschliches zu adaptieren. Das beginnt mit einem Vater, der vor Aufregung die Anlieferung des Babys verpasst. Seine Frau tröstet ihn, dass der Moment der schönste sei, in das Baby gemacht wird. Und so schrauben die stolzen Eltern einträchtig ihren Sohn zusammen, ähnlich wie ein Möbelstück von IKEA. Fortgesetzt wird die Linie im Kindchenschema, dem zufolge möglichst alle Gegenstände Augen haben und sich bewegen.

In dieser bunten Welt wächst Rodney zu einem stolzen, jungen Roboter heran. Er träumt davon, Erfinder zu werden, so wie sein großes Vorbild Big Weld. Doch die Ankunft in Robot City ist enttäuschend. Das Idol hat den Vorsitz der Firma an Phineas T. Ratchet abgegeben. Dessen Markenzeichen sind eine Haifischflosse am Kopf sowie unendliche Machtgier. Angetrieben durch seine hartherzige Mutter stellt er die Produktion von Ersatzteilen ein. Für Ottonormal-Roboter eine Katastrophe, denn sie können sich die stattdessen angebotenen Upgrades nicht leisten und landen im Schmelzofen von Phineas Mutter. Jetzt schlägt Rodneys große Stunde. Er repariert seine Artgenossen und durchkreuzt damit die finsteren Pläne. Die Widersacher wiederum beschließen, ihn endgültig aus dem Weg zu räumen.

Filmkritik

Die Geschichte des erfindungsreichen Roboters Rodney erzählt den Traum vom American Way of Life in einer modernen Fassung. Interessant dabei ist, die Umsetzung erfolgte mit modernster Technik, in der Handlung selbst aber schlägt die Old Economy die New Economy. Der Film abendfüllend; die Geschichte jedoch nicht. So muss wiederholt Tempo fehlenden Einfallsreichtum wettmachen, ohne zur eigentlichen Handlung beizutragen. Beispielsweise springt, rollt und kugelt der Held minutenlang in einer wilden Achterbahnfahrt durch die Stadt. Das erinnert an die "Was-passiert-dann-Maschinen" der "Sesamstraße". Die Erzählweise erreicht nicht den Charme von "Shrek 2" oder "Findet Nemo". Der Furzwitz gipfelt in einem neuen Höhepunkt. Andere Scherze, wie, dass männliche Roboter "Frauenkleidung" tragen, wurden mehrfach recycelt. An Filmparodien, die erwachsene Zuschauer erfreuen, wurde gespart.

Fazit
Insgesamt gesehen setzt "Robots" mit der wenig komplexen, turbulenten Handlung mehr auf ein junges Publikum als auf die ganze Familie. So sind die guten Figuren rundlich, die bösen spitz und kantig. In puncto Technik fällt insbesondere der Entwicklungssprung der CGI (Computer generated Images) auf. Massenszenen sind nicht mehr die Ausnahme, sondern schon fast an der Tagesordnung. Während die Texturen den klassischen Zeichentrick langsam aber sicher überholen.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "

Land: USA 2005

Laufzeit ca.: 121 Minuten

Kino-Start: 17.03.2005

DVD-Start: 22.09.2005

Regie: Chris Wedge

Drehbuch: Lowell Ganz, Babaloo Mandel

Sprecher (englisch): Ewan McGregor (Rodney), Halle Berry (Cappy), Greg Kinnear (Ratchet), Mel Brooks (Big Weld), Robin Williams (Fender), Stanley Tucci (Herb)

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