Kinofilm

Palindrome

Palindromes

Das zwölfjährige Mädchen Aviva Victor hat nur eines im Sinn, nämlich Mutter zu werden. Sie unternimmt alles, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Es gelingt ihr auch beinahe, wären da nicht ihre Eltern, die ihr im letzten Moment doch noch einen Strich durch die Rechnung machen. Daraufhin läuft Aviva von Zuhause weg, immer noch fest entschlossen, auf die eine oder andere Weise schwanger zu werden. Stattdessen jedoch landet sie unversehens in einer anderen Welt, die zwar vielleicht etwas unheimlich ist, in der sich aber allerlei seltsame Möglichkeiten auftun. Am Ende dieser so ungewöhnlichen Reise lässt sich kaum sagen, ob Aviva jemals wieder die gleiche sein wird - oder ob sie umgekehrt jemals eine andere als immer nur die gleiche wird sein können. Ein Mädchen, das sich danach sehnt, immer einen Menschen zu haben, den es lieben kann.

Anmerkung des Regisseurs: "Wenn man eine sympathische Figur schafft, dann ist es nur allzu natürlich, dass das Publikum dazu neigt, sich mit ihm oder mit ihr identifizieren zu wollen. Niemand lässt sich in Wirklichkeit gerne auf Figuren ein, die unsympathisch sind, da sich nur wenige Menschen selbst in einem solchen Licht sehen wollen. Das Seltsame dabei ist, dass Faktoren wie Geschlecht, Alter, Hautfarbe usw. nur einen sehr begrenzten Einfluss darauf haben, in welchem Maße uns eine Figur als sympathisch erscheint. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb eine sympathische Figur dadurch zu charakterisieren ist, dass sich alle möglichen Leute mit ihr identifizieren können. Als ich "Willkommen im Tollhaus" fertiggestellt hatte, hörte man von den unterschiedlichsten Leuten Reaktionen wie: "Das war ich! Früher war ich ganz genau so!" (Dabei handelte es sich bei Dawn Wiener noch nicht einmal um eine gänzlich sympathische Figur!) (Es braucht wohl nicht extra gesagt zu werden, dass ich von niemandem einen ähnlichen Ausruf in Bezug auf Bill Maplewood vernommen habe, den pädophilen Psychiater in "Happiness", den kaum jemand sympathisch zu finden schien). Deshalb fragte ich mich, was wohl geschehen würde, wenn ich ein und dieselbe Figur, die durch und durch sympathisch wäre, mit ganz verschiedenen Darstellern besetzen würde. Meine Sorge war lediglich, dass man dies als eine rein intellektuelle Spielerei oder als bloße Effekthascherei abtun würde, mit der ich letztlich das Publikum verschrecken würde. Andererseits hatte ich aber die Hoffnung, auf diese Weise die Wirkung vervielfältigen zu können und noch eindringlicher die Gefühle anzusprechen, als es mir mit nur einem Darsteller möglich gewesen wäre: Es ging mir demnach mehr um Magie als um einen billigen Taschenspielertrick. Mein Film erzählt eine traurige Geschichte, auch wenn diese durchaus mit einer gewissen Prise Humor versehen ist. Die Leute werden vielleicht den Kopf darüber schütteln und sich fragen: Was sagt uns dies nun über das Wesen des Menschen? Oder über Persönlichkeit? Oder über Rollenspiele? Oder über Identität? Mein Rat an die Zuschauer, bevor sie sich diesen Film ansehen, lautet: Auch wenn ihr nicht sicher seid, ob ihr das Wie und Warum von all dem begreift (und ich bin mir nicht sicher, ob ich es selbst begreife), lehnt Euch einfach zurück und schaut ..."
Copyright/Quelle: Alamode

Credits

Original Film-Titel: "Palindromes"

Land: USA 2004

Laufzeit ca.: 100 Minuten

Kino-Start: 14.04.2005

DVD-Start: 04.11.2005

Regie: Todd Solondz

Drehbuch: Todd Solondz

Schauspieler (Besetzung): Joe (Stephen), Earl (Adly), Guirgis (Bob), Ellen Barkin (Joyce Victor), Richard Masur (Steve Victor), Debra Monk (Mama Sunshine), Jennifer Jason Leigh (Mark Aviva), Sharron Wilkins (Mama Sunshine Aviva), Emani Sledge (Dawn Aviva), Valerie Shusterov (Judah Aviva), Hannah Freiman (Henry Aviva), Rachel Corr (Henrietta Aviva), Will Denton (Huckleberry Aviva), Shayna Levine (Bob Aviva)

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