Kinofilm

Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt - Kritik

The Shaggy Dog

Der Kinofilm "Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt" beginnt mit der Entführung eines Hundes aus einem Kloster im Himalaja. Der zottelige Hirtenhund landet wenig später im Versuchslabor einer amerikanischen Firma. Und genau vor dieser Firma demonstrieren Tierschützer, unter anderem Carly Douglas (Zena Grey). Das Heikle an der Angelegenheit. Carly ist die Tochter des Staranwalts Dave Douglas (Tim Allen), der kurz vor dem Karrieresprung zum Bezirksstaatsanwalt steht. Dementsprechend ist der Vater nicht gerade begeistert, als er seine Tochter vor der Firma antrifft. Zudem hat er gerade Carlys Lehrer angeklagt, der in das Firmengebäude eindrang und nun Unglaubliches behauptet. Er will mutierte Tiere gesehen haben!

Die Situation spitzt sich weiter zu, als Carly und ihr Freund selbst in die Firma einbrechen und dabei den entführten Hund retten. Der Rest der Familie ist über "Shaggy Dog" begeistert - nur dem Vater, einem eingefleischten Hundehasser, fehlt jegliches Verständnis. Um die Angelegenheit noch zu verschlimmern, beißt ihn der Hund zur Begrüßung in die Hand. Was Dave nicht ahnt, "Shaggy Dog" hat ihn mit seinen Genen infiziert. Das heißt, Dave fühlt in Zukunft nicht nur wie ein Hund und bekommt eine echte Spürnase, sondern mutiert zeitweilig sogar zu einem Hund! In Hundegestalt bekommt er einen ganz anderen Blick für die Probleme seiner Familie und entdeckt, was wirklich hinter den verschlossenen Firmentüren vorgeht. So wird Dave vom Saulus zum Paulus. Und es liegt es an ihm, mithilfe der neu gewonnen Freunde und seiner Familie, die wahren Täter zu entlarven, dingfest zu machen und einem gewaltigen Happy End entgegenzusteuern.

Filmkritik

Manchmal gewinnen alte Kinofilme, wenn ihr Inhalt aufgemöbelt und auf den Stand der Zeit gebracht wird. In anderen Fällen hätte man den Stoff besser ruhen lassen - so wie im Fall von "Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt", denn weder erreicht die Produktion den Witz der "Kuck mal wer da spricht"-Filme, auch wenn der Titel darauf anspielt, noch hat der Film den Charme von "Ein Schweinchen Namens Babe". Das liegt insbesondere an den Darstellern, die einfach nicht überzeugen.
Tim Allen macht, was er immer macht: rumkaspern. Das mag für eine Fernsehserie (Hör mal, wer da hämmert) ausreichen, doch es trägt einen Kinofilm nicht. Im Gegenteil. Es wirkt befremdlich einem 53jährigen Mann dabei zuzusehen, wie er über den Boden krabbelt und eine Katze anknurrt, um einen Hund zu imitieren. Oder wenn er im Gerichtssaal Zettel apportiert. Zudem könnte der Kritiker darauf verzichten Tim Allen mit nacktem Oberkörper zu sehen, doch der Mime hat die Chance genutzt und seinen Exhibitionismus gründlich ausgelebt. Seine Fans werden wahrscheinlich enttäuscht sein, dass in der synchronisierten Fassung nicht die gewohnte Stimme zu hören ist, sondern den gesamten Film ein lahmes Dauerquatschen überzieht. Ob Kristin Davis (Sex and the City) die schwache Leistung ihres Filmehemanns freiwillig unterboten hat, ist schwer zu sagen. Sie reduziert ihren Auftritt jedenfalls auf ein nettes Gesicht und eine gute Figur. Die beste darstellerische Leistung liefert Robert Downey Jr. ab, der nicht nur die Fiesheit gut rüberbringt, sondern auch den komischen Auftritten mehr Komik verleiht als der Hauptdarsteller von "Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt".

Das Drehbuch, also die Handlung, ist ebenfalls unterdurchschnittlich. Sie mischt Motive aus den vorhergehenden Fassungen (siehe unten), ohne wirklich Tempo und Witz zu bieten. Tim Allen verkörpert den karrieregeilen Anwalt, der seine Familie vernachlässigt. Sein Sohn ist angedeutet schwul, was der Vater im Happy End akzeptiert; womit das Modethema Homosexualität eingeflochten wurde. Damit am Ende wirklich alle glücklich sind, bekommt die rebellierende Tochter recht, die geplagte Ehefrau und Mutter ihren Traumurlaub und der Vater die anvisierte Stelle. Weshalb an dieser ebenso lahmen wie unlogischen Allerwelts-Geschichte gleich fünf Autoren schrieben - und dann doch nichts zustande brachten - bleibt dem Kritiker ein Rätsel.
Nett anzusehen sind hingegen die Tierdressuren sowie die Tricks. Doch insbesondere die Animation, in der sich die "Viren" in Allens Körper verteilen, wird derart oft gezeigt, dass der Pepp auch dabei verloren geht.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: The Shaggy Dog

Land: USA 2006

Laufzeit in Minuten ca.: 98

Kinostart: 22.06.2006

DVD-Start: 16.11.2006

Regie: Brian Robbins

Drehbuch: Cormac Wibberley, Marianne Wibberley, Geoff Rodkey, Jack Amiel, Michael Begler

Schauspieler (Besetzung): Robert Downey Jr. (Dr. Kozak), Tim Allen (Dave Douglas), Kristin Davis (Rebecca Douglas), Zena Grey (Carly Douglas), Spencer Breslin (Josh Douglas)

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