Kinofilm

Hairspray - Kritik

Bereits die Eröffnung des Musical-Films "Hairspray" ist temporeich: Die pummelige Tracy Turnblad (Wonneproppen: Nikki Blonsky) springt quietschvergnügt aus dem Bett und macht sich auf den Weg in die Schule. Doch für Tracy ist das im spießigen Baltimore der 1960. Jahre nicht so einfach, denn ihr Dicksein macht sie zur Außenseiterin. Und das bekommt sie wieder und wieder zu spüren. Die Lehrer behandeln sie ungerecht - Tracy muss unverschuldet nachsitzen. Dabei trifft sie auf verdächtig viele farbige Mitschüler. Und schnell wird klar, wer die falsche Hautfarbe hat, hat in Baltimore ebenfalls nicht viel zu melden.

Nach der Schule kennen Tracy und ihre beste Freundin Penny Pingleton (Amanda Bynes) nur ein Ziel: Schnellstens vor die Glotze und die Corny Collins Show gucken. Die Tanzshow ist das Ereignis im Fernsehen - und im Leben der Teenager. Dumm nur, dass die Mütter wenig davon halten. Trotzdem hat Tracy nur einen Traum, eines Tages will auch sie in der Corny Collins Show tanzen. Aber der Weg dorthin ist steinig. Tracy gelingt es zwar die ersten Hürden für die Aufnahme zu bestehen, doch dann geht ihr Talent mit ihr durch. Während einer Demonstration für die Rechte der Farbigen haut Tracy einem Polizisten ein Schild auf den Kopf. Eigentlich eine Lappalie, doch der Polizist sieht rot und Tracy wird sogar in den Nachrichten polizeilich gesucht. Doch wer würde sich verhaften lassen, wenn am nächsten das große Vortanzen stattfindet?

Filmkritik

Der Kinofilm "Hairspray" hat eine interessante Geschichte. Er basiert auf dem Musical, das nach dem Film aus dem Jahr 1988 entstand. Der wiederum zwei Wochen vor Filmstart auf DVD erschien. Die Rolle der Mutter spielte bereits damals ein Mann: Der Transvestit Divine, der älteren Cineasten vielleicht noch als Sänger ein Begriff ist. In der aktuellen Produktion spielt John Travolta die Mutter und schwingt gekonnt das Tanzbein, was unter der Last seines Kostüms sicherlich nicht leicht war. Neben ihm treten weitere bekannte Gesichter auf: Christopher Walken als Ehemann und Vater, Michelle Pfeiffer als ebenso arrogante wie intrigante Mutter und Queen Latifah als Mothermouth Maybelle.
Die Handlung wurde entstaubt, ist weniger trashig als im Original und stellt die vielen Gesangs- und Tanznummern klar in den Vordergrund. Die Momente, in denen nicht gesungen oder getanzt wird, fallen dann vergleichsweise schwach aus. Hier offenbart sich, dass Regisseur Adam Shankman ein besserer Choreograf als Regisseur ist. Auch das Drehbuch ist bei genauerer Betrachtung schwarz-weiß gehalten. Die Guten treten gegen die Bösen an und die Zwischentöne kommen zu kurz. Dass der Film untern Strich trotzdem begeistern und mitreißen kann, liegt an der wirklich mitreißenden Musik und den vielen tollen Songs. Dadurch wird "Hairspray" für alle Musicalfans zu einem ein Muss.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "

Land: USA 2007

Laufzeit in Minuten ca.: 117

Kinostart: 06.09.2007

DVD-Start: 11.01.2008

Regie: Adam Shankman

Drehbuch: Leslie Dixon

Schauspieler (Besetzung): John Travolta, Michelle Pfeiffer, Christopher Walken, Amanda Bynes, James Marsden, Queen Latifah, Brittany Snow, Zac Efron, Elijah Kelley, Allison Janney, Nikki Blonsky

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