Kinofilm

Kammerflimmern

Crash (Matthias Schweighöfer), ein 26-jähriger Rettungsassistent, der als Kind bei einem Autounfall seine Eltern verloren hat, ist Tag für Tag auf Kölns Straßen unterwegs: Er rettet Leben, leistet Hilfe, spendet Trost - und möchte doch selbst nur getröstet werden. Aus der harten Realität flüchtet er sich in Träume, an dessen Ende stets das lächelnde Gesicht einer jungen Frau steht. Eines Nachts trifft der hilflose Helfer bei einem Einsatz auf November (Jessica Schwarz): Es ist die Frau aus seinen Träumen, und Crash fühlt sich, als sei er endlich erwacht. Er beginnt eine zarte Liebesbeziehung mit ihr - zum ersten Mal spürt er so etwas wie Glück. Doch dann kommt der Tag, an dem sich das Schicksal zu wiederholen scheint ...

"Kammerflimmern" ist ein Film über die wundersame Rettung eines Retters. Er erzählt von der Macht der Träume - und davon, dass es immer einen Weg gibt, wenn man nur nicht aufhört zu atmen. Mit seinem Drehbuch zu Benjamin Quabecks preisgekröntem Spielfilmdebüt "Nichts Bereuen" hat sich Hendrik Hölzemann erstmals einen Namen gemacht. Für die Verfilmung seines zweiten Drehbuchs führte der 26-jährige Autor nun zum ersten Mal Regie bei einer Kinoproduktion: In "Kammerflimmern" kombiniert Hölzemann eine schicksalhafte, beinahe mystische Liebesgeschichte mit der knallhart-realistischen Schilderung des Alltags im Kölner Rettungsdienst - und verwebt dank einer raffinierten Rückblenden-Technik virtuos verschiedene Realitäts- und Traumebenen miteinander.
Dabei ist es dem Regisseur zusammen mit Produzentin Uschi Reich gelungen, hochkarätige Schauspieler für das außergewöhnliche Projekt zu begeistern: Matthias Schweighöfer verkörpert den Rettungsassistenten Crash, Jessica Schwarz die Frau seiner Träume, Jan Gregor Kremp und Florian Lukas spielen Crashs Sanitäter-Kollegen, und Bibiana Beglau wird ist als Notärztin "Dr. Tod" zu sehen sein. Selbst Nebenrollen sind prominent besetzt - so wirken unter anderem Rosel Zech, Volker Spengler und Ulrich Noethen als Gäste mit.

Langinhalt
Anfang der 80er Jahre ist die Welt noch in Ordnung für den siebenjährigen Paul - bis zu dem Tag, an dem der Wagen seiner Eltern während eines fröhlichen Familienausflugs von der Straße abkommt, und Paul durch die Windschutzscheibe einen Baum auf sich zufliegen sieht. Seine Eltern kommen bei dem Unfall ums Leben, dem Jungen passiert nichts – zumindest äußerlich. Nur eine Narbe auf der Wange bleibt zurück.
Knapp zwanzig Jahre später wird Paul (Matthias Schweighöfer) von allen nur Crash genannt: Er ist wie ein Unfall, finden seine Kollegen Fido (Jan Gregor Kremp) und Richie (Florian Lukas). Als Rettungsassistenten in Köln sind die drei täglich konfrontiert mit Kummer und Schmerz, Krankheit und Tod. Die hilflosen Helfer wissen genau, dass die verletzte Albanerin, die sie in die Klinik bringen, schon bald wieder Prügel von ihrem Mann beziehen wird, und dass die 16-jährige Säuferin, die sie in die Ausnüchterungszelle stecken, schon bald wieder im Vollrausch über die Straße torkeln wird. Trotzdem träufeln die Sanitäter Nacht für Nacht Tropfen auf heiße Steine, retten fremden Menschen das Leben - und haben dabei ihr eigenes Leben kaum im Griff.
Um die Belastungen durchzustehen, die auf sie einprasseln, ist jeder der drei auf seine eigene Abwehrmethode verfallen: Für den abgebrühten Fido ist nichts heilig und niemand wirklich krank - kurze Pausen zwischen den Einsätzen nutzt er zu schnellen Seitensprüngen mit der Notärztin Gabriella Neumann (Bibiana Beglau), die den Spitznamen "Dr. Tod" trägt.
Auf der Suche nach Antworten ist Richie jedes Mittel recht, wenn er dafür mit Chemie nachhelfen muss. Crash hingegen flüchtet sich in seine Skateboard-Leidenschaft, die er von den Eltern geerbt hat - und in eine Welt aus Erinnerungen und Träumen: Immer wieder sieht er in seiner Fantasie eine junge Frau, die ihm lächelnd ihre Arme entgegenstreckt.
Eines Tages steht ihm diese Frau leibhaftig gegenüber: November (Jessica Schwarz) ist im neunten Monat schwanger, ihr Freund ein hoffnungsloser Junkie, der vor ihren Augen verreckt – Crash kann ihm nicht mehr helfen, "Dr. Tod" nur noch seinen Tod feststellen. Dafür beginnt Crash zu leben: Durch die schicksalhafte Begegnung mit der Frau aus seinen Träumen fühlt er sich, als sei er endlich aufgewacht. Fasziniert von Novembers unbändigem Lebenswillen und von ihrer furchtlosen Art, mit Katastrophen umzugehen, erlebt er mit der hochschwangeren Frau zum ersten Mal wieder so etwas wie Glück.
Doch dann kommt der Tag, an dem sich Crashs Geschichte zu wiederholen scheint: Bei November setzen die Wehen ein, und Fido muss sie und Crash unter Notfallbedingungen ins Krankenhaus fahren. Als Fidoer am Steuer kurz abgelenkt ist, sieht Crash durch die Windschutzscheibe einen Ampelmast auf sich zufliegen ... verliert Fido die Kontrolle über den Wagen ...
Copyright/Quelle: Constantin Film

Credits

Original Film-Titel: "

Land: Deutschland 2003

Laufzeit ca.: 101 Minuten

Kino-Start: 03.02.2005

Regie: Hendrik Hölzemann

Drehbuch: Hendrik Hölzemann

Schauspieler (Besetzung): Matthias Schweighöfer (Crash), Jessica Schwarz (November), Jan Gregor Kremp (Fido), Florian Lukas (Richie), Bibiana Belglau (Dr. Tod / Frau Neumann), Rosel Zech (Oma Crash), Volker Spengler (Hundemann), Ulrich Noethen (Professor Olivari)

 DVD bestellen bei Amazon.de



Anzeige
Einkaufen bei Amazon.de

Copyright Texte, Bilder, Clipart: 2001 - 2015 Filmhai.de oder Lizenzgeber, falls angegeben
Impressum Datenschutz