Kinofilm

Der Flug des Phoenix

Flight of the Phoenix

Pilot Frank Towns (Dennis Quaid) und sein Co-Pilot AJ (Tyrese) sind ein erfahrenes Team. Dementsprechend scheint es kein großer Akt die Besetzung einer Ölbohrplattform auszufliegen. Nach einem kurzen Geplänkel sind alle an Bord und es kann losgehen. Aller Erfahrung zum Trotz rasseln die Piloten in einen Sandsturm, der sie zur Notlandung zwingt, wobei das Flugzeug irreparabel beschädigt wird. Mutterseelenallein sitzen sie in der Wüste Gobi fest.

Um sie herum, so weit das Auge reicht, nur Sand. Es dauert nicht lange und die Schuldzuweisungen sind in vollem Gange. Die Hoffnung darauf, von außen gerettet zu werden, zerschlägt sich, denn niemand kennt die Koordinaten der Absturzstelle. Als Elliott (Giovanni Ribisi) vorschlägt, die Männer sollten aus dem Wrack ein neues Flugzeug bauen, wird er verlacht. Doch schon bald ist die verrückte Idee die einzige Lösung, um dem Glutofen zu entfliehen. Kann ein solcher Flug gelingen?

Kritik: Der Stoff des Drehbuchs, bei dem elf Menschen in der Wüste in Extremsituationen geraten, sollte der Traum eines jeden Filmschaffenden sein, denn elf unterschiedliche Charaktere können zeigen, was in ihnen steckt. Statt jedoch die Konflikte auszubauen und dem Zuschauer eine spannende Neuverfilmung zu bieten, setzt man auf Easy Living. Konflikte verlaufen sich regelrecht im Sand. Man bleibt bei allem was passiert zu entspannt, oder nimmt erst mal ein Sonnenbad. Das Wasser geht zu Ende? Kein Problem, dann trinken wir den Pfirsichsaft. Feindliche Nomaden? Ach, die tun nichts (in der Intention eines Hundehalters). Zugegeben, das ist überspitzt, aber nicht ganz falsch. Man hat das notwendige Werkzeug, scherzt miteinander und zeigt, was mit Bodybuilding möglich ist. Über den Ausbau von Style und Styling wurde die Charakterisierung der Figuren allerdings vergessen. Dennis Quaid ist der Boss, der eigentlich Miranda Otto abkriegen müsste. Doch die Liebesgeschichte erspart einem der Film. Nicht so tragisch, denn Miranda Otto, hat wie der Rest der Mannschaft keinen eigenständigen Charakter. Gut, eigentlich müsste sie in dem Film nicht vorkommen. Und es hätte niemand die Neuverfilmung in den Sand setzen - äh drehen müssen. Lassen wir das, denn mit Logik sollten Sie den Film keinesfalls angehen, weil dieses garstige Fremdwort im Kino-Film ebenfalls keine Rolle spielt.
Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "Flight of the Phoenix"

Land: USA 2004

Laufzeit ca.: 113 Minuten

Kino-Start: 07.07.2005

DVD-Start: 20.10.2005

Regie: John Moore

Drehbuch: Scott Frank

Filmmusik / Soundtrack: Marco Beltrami

Schauspieler (Besetzung): Dennis Quaid (Frank Towns), Giovanni Ribisi (Elliott), Tyrese (A.J.), Miranda Otto (Kelly), Tony Curran (Rodney), Sticky Fingaz (Jeremy), Jacob Vargas (Sammi), Hugh Laurie (Ian), Scott Michael Campbell (Liddle), Kevork Malikyan (Rady), Jared Padalecki (Davis), Paul Ditchfield (Dr. Gerber), Martin Hindy (Newman), Bob Brown (Kyle)

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