Kinofilm

De-Lovely - Die Cole Porter Story

De-Lovely - The Cole Porter Story

New York 1964 der Protagonist (Kevin Kline) sitzt am Klavier, während der Tod in Form des Regisseurs Gabe (Jonathan Pryce) an ihn herantritt. Der will ein Musical über das Leben des Komponisten inszenieren, und lädt ihn ein, Rückschau zu halten. Eine Mischung aus Musical und Nummern-Revue zieht am Zuschauer vorbei ...

Unabhängig davon, ob man die Musik liebt oder hasst, hat kein Leben einen derartigen Film wie "de-lovely" verdient. Angefangen bei Nachlässigkeiten, wie, dass während der Theaterproben geraucht wird, oder Eigenwilligkeiten, dass der Musiker sich im Café ans Klavier setzt um zu spielen und das Instrument nach dem Aufstehen von allein weiterspielt, bis hin zur ärgerlich verlogenen Darstellung im Kino-Film, gibt es mehr Kritikpunkte als Lobenswertes.

Kritik: Das Drehbuch verbiegt den Künstler zu einem bisexuellen Mann, der nicht homosexuell oder gar schwul war, sondern "nur" bi. Bis auf wenige Ausnahmen sind seine Liebhaber im negativen Sinn schwul, etwa weibisch oder zickig. Ansonsten überrascht es bestenfalls durch Einfältigkeit, indem es zu jeder Szene den (nicht) passenden Song serviert. Die Musicalpassagen entspringen alle derselben Soße: Rüschig, plüschig, neckisch schwule Inszenierungen der Ohrwürmer, in die durch die Bank hineingequatscht wird. Was wiederum einen Kinobesuch rein wegen der Musik überflüssig macht. Das betrifft nebenbei bemerkt auch den Gastauftritt von Robbie Williams.
Kevin Kline trägt von der ersten bis zur letzten Szene haargenau dieselbe Frisur, verleiht seiner Rolle soweit es möglich war, so etwas wie Bandbreite. Ashley Judd als seine Frau bietet zwar unterschiedliche Frisuren, aber durchgängig nur ein und denselben Gesichtsausdruck. Ohne Kritik bleiben nur Ausstattung und Kostüme. Anmerkung der Filmkritik: Fans investieren besser in eine CD als in eine Kino-Karte.
Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "De-Lovely - The Cole Porter Story"

USA 2004

Laufzeit ca. 126 Min.

Kino-Start: 20.01.2005

DVD-Start: 24.05.2005

Regie: Irwin Winkler

Drehbuch: Jay Cocks

Schauspieler (Besetzung): Kevin Kline, Ashley Judd, Kevin McNally, Allan Corduner, Sandra Nelson, Keith Allen, James Wilby, John Barrowman, Kevin McKidd, Peter Poycarpou, Richard Dillane, Edward Baker-Dully, Jonathan Pryce

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