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Kinofilm
Der Apartment-SchreckEndlich liegt für Alex (Ben Stiller) und Nancy (Drew Barrymore) das Glück zum Greifen nahe. Eine Traumwohnung zum erschwinglichen Preis. Der klitzekleine Haken an der Sache: Im ersten Stock wohnt eine alte Dame ("Der Apartment-Schreck"). Da es mit der Gesundheit der Lady nicht zum besten steht, und sie fast 100 Jahre alt ist, unterschreibt das Paar, ohne zu zögern. Doch bereits die erste Nacht im neuen Heim wird zur Katastrophe. Kaum hat man zu kuscheln begonnen, springt Mrs. Connellys Fernseher an. Bis tief in die Nacht sieht die Seniorin fern - wobei der Ton durch das hellhörige Haus schallt. Der bedauerliche Ausrutscher wird zum Regelfall: An den folgenden Tagen bittet die liebenswerte alte Dame den geplagten Alex immer wieder um kleine Gefälligkeiten. Was als Selbstverständlichkeit beginnt, hält den Schriftsteller zusehends von der Arbeit ab, ruiniert so seine Karriere. Dabei wird nicht ersichtlich, ob die rüstige Dame Böses im Schilde führt oder unabsichtlich an den Nerven sägt. Blödelbarde Ben Stiller, bringt im Jahr 2004 seinen dritten Film ins Kino (nach "... und dann kam Polly"). An seiner Seite die komödien-erprobte Drew Barrymore ("50 erste Dates") und Eileen Essell als resolute, englische Lady. Diese Besetzung kommt einer Erfolgsgarantie gleich - wären da nicht das Drehbuch und die Regie von Danny DeVito. Die unbekannte Eileen Essell lässt die jungen Kollegen wie Anfänger aussehen. Ben Stiller schafft es nicht (wie gewohnt) aufzudrehen. Seine Spezialität, den derben Witz, reduziert der Film "Der Apartment-Schreck" auf eine einzige Einstellung, in der Nancy in eine Spüle erbricht, dessen Abfluss Alex gerade repariert. Den Rest der Zeit wird hauptsächlich geblödelt. Dabei kommt solange kein Schwung auf, bis das Paar beschließt, den alten Drachen zu töten. Lange 45 Minuten also. Ist der Mord endlich beschlossene Sache, rutscht die Handlung in derartige Konstrukte ab, dass die Komik wieder zu kurz kommt. An der Misere ist Regisseur Danny DeVito nicht ganz unschuldig. Versucht er doch einen Kniff, den er schon in seinem Film "Schmeiß die Mama aus dem Zug" anwandte: satirisch böse und gleichzeitig lieb sein. Diese Gegensätze im Film "Der Apartment-Schreck" unterzubringen, bedeutet schwarzer Humor ohne Biss. Das betuliche Drehbuch hätte ein anderer Regisseur vielleicht gerettet, doch so erreicht es milde gesprochen Durchschnitt. Letzten Endes steht der Verleih "Buena Vista" (Disney) nicht gerade im Ruf, ein Filmstudio für schwarze Komödien zu sein. Credits Seiten (0):
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