Kinofilm

Criminal Squad

Im Los Angeles der Jetztzeit finden laut Film schier unglaublich viele Banküberfälle statt. Und wo es böse Männer gibt, da gibt es auch die Guten, die ihnen das Handwerk legen. Angeführt wird diese Truppe von Big Nick (Gerard Butler). Der ist mit allen Wassern gewaschen (auch wenn er aussieht, als sei Körperpflege ein Fremdwort für ihn) und arbeitet mit den Mitteln, die die Staatsgewalt eigentlich nicht anwenden darf.

Nachdem ein Geldtransporter überfallen und gestohlen wurde, gelingt es Nick den Fahrer einer Bande von Bankräubern zu kidnappen. Sie setzen die Pussy (im englischen Original) solange unter Druck, bis das Dickerchen singt. Von nun an wissen die Cops, was die Verbrecher planen. Und dann geschieht das Unglaubliche. Am helllichten Tag überfallen die Räuber eine kleine Bankfiliale. Während Nick noch darüber grübelt, was zur Hölle da vorgeht, setzen die Verbrecher ihren Masterplan um. Und der hat es nicht auf die kleine Bank abgesehen, sondern auf die Federal Reserve Bank, die noch nie jemand ausrauben konnte.

Kritik

Der Film Criminal Squad singt das Hohelied auf die starken Männer. Auf beiden Seiten werden gerne Kraftausdrücke gebraucht und Nick schreckt nicht davor zurück, am Tatort eine Schachtel mit Donuts aufzuheben, die ein Erschossener fallen ließ, und einen Donut anzubeißen. Das halb aufgegessene Gebäckstück schmeißt er zurück an den Tatort. Mit klassischer Polizeiarbeit hat sein Vorgehen nicht viel gemein, später misst er seine Kräfte offen mit dem Kopf der Verbrecherbande.

Hinter der plakativen Action versteckt der Film einen Masterplan, der klassisch angelegt sein soll. Es gibt das Ablenkungsmanöver und am Ende werden die Vorzeichen ins Gegenteil verkehrt. Das Problem ist nur, dass die Inszenierung des Ganzen sehr aufgesetzt und damit unglaubwürdig ausfällt. Ein Beispiel: Zunächst setzt Merrimen eine Hure auf Nick an, die in dem Lokal strippt, das Nick besucht. Während des Schäferstündchens kommt Merrimen an die Telefonnummer von Nicks Smartphone. Später ist der Anruf auf Nicks Smartphone Teil des Ablenkungsmanövers und zugleich eines der Machtspiele, denn der Böse sitzt in der Bank und der Cop muss von draußen hilflos zusehen.

Die Action ist stark bleihaltig und wenig überzeugend. Insbesondere der Showdown fällt albern aus. Die Verbrecher sowie die Cops stecken im Stau fest. In dieser Blechlawine, in der auch Dutzende Zivilisten in ihren Autos feststecken, beginnt ein Feuergefecht, das die Cops auslösen. Das erinnert an einen Western und könnte wahnsinnig cool sein, ist jedoch wahnsinnig hirnrissig, denn kein vernünftig denkender Mensch würde so handeln.

Ähnliches gilt für die Darsteller: Wenn Gerard Butler am laufenden Band große Töne spuckt und markige Sprüche loslässt wird das nicht cool, sondern es bleibt bemüht. Die durchgängig einseitigen Darstellungen der Charaktere macht wenig Freude.

Fazit
"Criminal Squad" will eine Mischung aus Action, Cops und Wilder Westen sein. Doch die überzogene Inszenierung tut dem Film alles andere als gut.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 40 %

Original Filmtitel: Den of Thieves
Land: USA
Jahr: 2018
Laufzeit ca.: 125
Genre: Action • Krimi
Verleih: Concorde Filmverleih
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 01.02.2018

Regie: Christian Gudegast
Drehbuch: Christian Gudegast • Paul Scheuring

Schauspieler: Gerard Butler ("Big Nick" O'Brien) • Pablo Schreiber (Ray Merrimen) • O'Shea Jackson Jr. (Donnie Wilson) • Curtis "50 Cent" Jackson ) • Enson Levoux) • Meadow Williams (Holly) • Maurice Compte (Benny "Borracho" Magalon) • Brian Van Holt (Murph Connors) • Evan Jones (Bo "Bosco" Ostroman) • Mo McRae (Gus Henderson) • Kaiwi Lyman ("Tony Z" Zapata) • Dawn Olivieri (Debbie O'Brien) • Eric Braeden (Ziggy Zerhusen)

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