Kinofilm

The Wailing - Die Besessenen

In einem kleinen koreanischen Dorf kommt es zu einem abstoßenden Mord. Schon bald folgen weitere Tote und die wildesten Gerüchte. In den Bergen lebt neuerdings ein Japaner, der für die Taten verantwortlich sein könnte. Er soll ein Vampir oder ein Dämon sein, der den Menschen das Blut aussaugt. Polizist Jong-goo, der die Ermittlungen leitet, mag die Gerüchte nicht glauben, im Gegensatz zu seinen Kollegen. Doch dann wird seine eigene Tochter Opfer der unerklärbaren Vorgänge und für Jong-goo bekommen die Ermittlungen eine persönliche Note.

Kritik

Der Film ist eine seltsame Mischung aus Mystery, Komödie und Horror. Sein Hauptdarsteller tritt wie ein dicker Clown auf, der unter Albträumen leidet und dann im Bett wie ein fetter Fisch zappelt, im Schlamm ausrutscht oder einfach nur schwer von Begriff ist. Das macht in Szenen, in denen jemand um Hilfe schreit, einen seltsamen Eindruck. Der Dicke sieht sich in aller Ruhe in einer Hütte um, während seine Kameraden draußen gegen etwas kämpfen. Das schreckt ihn nicht auf, sondern Jong-goo geht erst nach Minuten den Kampfgeräuschen nach.

Handwerklich ist "The Wailing - Die Besessenen" kaum mit europäischem und amerikanischem Kino zu vergleichen. Dementsprechend sollte man keine gewohnte Kost erwarten. Die Darsteller spielen übertrieben. Personen rennen wie kopflose Hühner herum und es wird oft (grundlos) geschrien. Bei einer amerikanischen Produktion spräche man von Overacting. Auch der Schnitt ist ungewohnt. Viele Szenen sind sehr lang und kosten Szenen im Übermaß aus. So entsteht im Zusammenhang mit dem Umstand, dass die Dinge mehrfach erklärt werden, der Eindruck, dass die Handlung die Laufzeit von 156 Minuten nur bedingt füllt.

Schön gemacht sind die Erklärungen für die Besessenheit. Es ist möglich, dass die Dörfler giftige Kräuter aßen und nun unter Halluzinationen leiden. Es kann sein, dass sie ihre Ängste übersteigern. Oder vielleicht treibt wirklich der Leibhaftige sein Unwesen? Für jede These liefert der Film Hinweise. Leider bleibt das Ende offen und gibt dem Zuschauer das unbefriedigende Gefühl mit, dass er sich selbst einen Reim machen muss.

Fazit
Die Handlung erinnert in ihrer Langsamkeit stellenweise an skandinavische Komödien. Das Schauspiel ist ungewohnt und das offene Ende Geschmackssache. Ich kann nur für mich sprechen und sagen, dass der Film mich weder berührt noch packt.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %

Original Filmtitel: Goksung
Land: Südkorea
Jahr: 2016
Laufzeit ca.: 156
Genre: Horror • Komödie • Mystery
Verleih: Alamode Film
FSK-Freigabe ab: 16 Jahren

Kinostart: 12.10.2017

Regie: Na Hong-jin
Drehbuch: Na Hong-jin

Schauspieler: Do-won Kwak (Jong-goo) • Jung-min Hwang (Il-gwang) • Jun Kunimura (Japaner) • Woo-hee Chun (Die rätselhafte Frau) • Hwan-hee Kim (Hyo-jin) • Jin Heo (Schwiegermutter) • So-yeon Jang (Ehefrau) • Do-yoon Kim (Yang Yi-sam) • Kang-gook Son (Oh Sung-bok) • Seong-yeon Park (Kwon Myung-joo) • Chang-gyu Kil (Park Choon-bae) • Bae-soo Jeon (Deok-gi) • Mi-nam Jeong (Heung-gook) • Gwi-hwa Choi (Byeong-gyoo) • Seung-chul Baek (Freund)

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