Kinofilm

Collide

Der Actionfilm mit Nicolas Hoult und Felicity Jones nutzt ein klassisches Thema als Antriebsfeder: Aus Liebe wird ein junger Mann zum Verbrecher. Das lässt an "Fast and Furious" und Luc Bessons "Transporter" denken. Doch "Collide" schließt nicht zu den genannten Filmen auf.

Für die zwei Amerikaner Casey und Juliette ist es Liebe auf den ersten Blick. Und sie entdecken auch gleich eine Gemeinsamkeit. Sie sind US-Bürger, die in Deutschland leben. Beide haben ihre Gründe lieber in Köln als in den Staaten zu leben. Vier Wochen nach dem Kennenlernen ziehen sie zusammen und kurze Zeit später erfährt er von ihrer Krankheit. Juliette braucht dringend eine Spenderniere, die ihr in Deutschland verweigert wird. Also wird Casey rückfällig und entwickelt einen Masterplan. Ein letztes Mal will er ein krummes Ding drehen; das ausgeklügelte System des Drogenhändlers Hagen Kahl (Anthony Hopkins) aushebeln, um mit dem geklauten Geld Gutes zu tun. Und so kommt es, wie es kommen muss. Der Diebstahl geht zunächst schief und Casey wird von Kahls Leuten gejagt. Geht das wirklich noch nach Plan?

Kritik

Collide schielt auf seine Vorbilder - ohne jedoch echte Rasanz oder Coolness zu erreichen. Vielmehr bleibt es hinsichtlich der Aspekte Figuren, Handlung und Dialoge ein dummer Kinofilm, dem es zudem am Grundsätzlichen fehlt. Die zwei Hauptdarsteller sind derart farblos, dass man fragen darf, was sie an ihrem belanglosen Pendant finden? Und wie kann eine Liebe nach wenigen Wochen bereits so tief gehen, dass er sein Leben für sie aufs Spiel setzt? Und wer glaubt es, wenn Casey sagt, noch nie habe eine Frau zu ihm gesagt, dass sie ihn liebt?

Die Logik hat Hausverbot. So wird ein LKW-Fahrer per Kamera im Führerhaus überwacht. Dass Casey seinen Platz einnimmt und der Fahrer von einem Moment auf den anderen einen Bart trägt, fällt in der Überwachungszentrale nicht auf. Den Masterplan verstehe ich nicht. Zwei Männer inszenieren einen Unfall mit einem Motorrad und einem PKW. Dieser Unfall stoppt einen LKW, der dann überfallen und geklaut wird. Casey fährt den LKW der andere Mann verlässt den Unfallort mit dem PKW. Casey fällt den Drogenhändlern in die Hände und sein Freund wartet am vereinbarten Treffpunkt. Der Zuschauer bekommt zwei Diebe zu sehen. Später gibt Casey an, der Auflieger des geklauten LKW sei an der Unfallstelle ausgetauscht worden. Folglich muss ein zweiter LKW den Auflieger abtransportiert haben. Also lautet die Frage: Wer ist der Fahrer? Möglichkeit 1: Eine dritte Person, die wir nicht kennenlernen. Möglichkeit 2: Der Freund fuhr doch nicht zum Treffpunkt, sondern zurück zur Unfallstelle und holte den Auflieger ab. Wenn dem so ist, dann gibt es eine Zeitverschiebung, die nicht dargestellt wird.
Eine andere Auffälligkeit: Anscheinend tote Menschen sind wiederholt doch nur angeschossen und kämpfen dann weiter.

Die schauspielerischen Leistungen erstaunen. Ben Kingsley gibt sich alle Mühe zu beweisen, dass er auch Seifenoper kann. Anthony Hopkins macht sich nicht einmal die Mühe zu verschleiern, dass er sich keine Mühe gibt. Und der Gastauftritt von Joachim Krol wirft die Frage auf, ob das Ganze eigentlich ernst gemeint ist?

Fazit
Für mich ist Collide nicht ganz ausgegoren. Andere mögen ihn als junges Kino einordnen, dass es nicht immer hundertprozentig genau nimmt.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "

Land: Deutschland / Großbritannien 2016

Laufzeit in Minuten ca.: 99

Kinostart / Filmstart: 04.08.2016

Regie: Eran Creevy

Drehbuch: F. Scott Frazier, Eran Creevy

Schauspieler (Besetzung): Nicholas Hoult, Felicity Jones, Anthony Hopkins, Ben Kingsley

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