Kinofilm

Whiskey Tango Foxtrot

Basierend auf dem Buch von Kim Barker erzählt die Tragikomödie von Erlebnissen einer Kriegsreporterin in Afghanistan. Im Film schlüpft die Komödiantin Tina Fey in die Rolle der Kim Baker.

Deren Antrieb in ein Krisengebiet zu reisen besteht darin den grauen Alltag endlich hinter sich zu lassen. Das ist keine durchdachte Motivation und so landet Baker unvorbereitet in Afghanistan. Dort beginnt sie zu recherchieren und mit den kleinen und großen Problemen des Alltags zu kämpfen. Das kann eine fehlende Toilette oder Dusche sein, wie auch das Unverständnis für die andere Kultur.

Kritik

Den Kinofilm mit Tina Fey in der Hauptrolle in ein Genre einzuordnen fällt mir schwer. Hinsichtlich der Besetzung könnte es eine Komödie sein. So ordnet auch der Verleih seinen Film ein. Und Tina Fey versucht durchaus dem Geschehen Komik zu verleihen. Etwa durch die sexualisierte Sprache. Doch insgesamt ist "Whiskey Tango Foxtrot" zu ernst für eine Komödie, zeigt tragische sowie traurige Momente. Somit rückt der Begriff Spielfilm am nahesten. Und es steht die Frage an, ob ein Spielfilm über den Krieg lustig sein kann und darf?
Abgesehen von der Frage der stilistischen Ausgestaltung ist die Besetzung der Hauptrolle mit einer Komödiantin eine von mehreren fraglichen Entscheidungen. Fey ist zwar bemüht - doch Emotionen darzustellen gelingt ihr schlecht. Sie laviert sich auffällig oft mit halb offen stehendem Mund durch die Szenen und setzt ein Gesicht auf, aus dem man alles und nichts herauslesen kann. Von ihrer Ausdrucksarmut abgesehen erstaunt es, mit welchem Mangel an Feingefühl ihre Rolle vorgeht, denn sie bringt fast gar kein Gespür für die fremde Kultur mit. Dass sie fast durchgängig wie aus dem Ei gepellt aussieht und nicht einmal im Ansatz den Eindruck hervorzuruft in einem Kriegsgebiet zu arbeiten ist nicht der Darstellerin anzulasten. Hier zeichnet die Inszenierung ein seltsames Bild.
Das im wahrsten Sinn des Wortes Alfred Molina abgibt. Seine Darstellung eines Anführers erinnert an einen Clown. Etwas besser schlägt sich Billy Bob Thornton, bei dem ich nicht sagen kann, ob er die Situation oder die Rolle als unangenehm empfindet?
Letztlich spielt es eine untergeordnete Rolle ob die Darsteller gut oder schlecht agieren, denn das, was sie darstellen, ist weder neu noch originell. Es ist eine oberflächliche Darstellung von Krieg und wie die moderne Gesellschaft (vertreten durch ihre Medienvertreter) damit umgeht. Die Handlung möchte und möchte doch lieber nicht. Etwa die politische Brisanz des Eingreifens der USA sowie das Elend und das Leid der Bevölkerung thematisieren.

Fazit
Wtf? Vieles an diesem Film steht und fällt mit Tina Fey beziehungsweise damit, wie man als Zuschauer zu der Darstellerin steht. Ich halte ihre Besetzung für seltsam, das Drehbuch für zu unausgegoren und die Regie für zu schwammig.
Filmkritik / Meinung: Thomas Maiwald

Wertung: 50 %

Credits

Original Film-Titel: "

Land: USA 2016

Laufzeit in Minuten ca.: 112

Kinostart / Filmstart: 02.06.2016

Regie: Glenn Ficarra, John Requa

Drehbuch: Robert Carlock

Schauspieler (Besetzung): Tina Fey, Margot Robbie, Martin Freeman, Alfred Molina, Christopher Abbott, Nicholas Braun, Stephen Peacocke, Sheila Vand, Evan Jonigkeit, Billy Bob Thornton

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