Kinofilm

Zoolander 2

Nach den spektakulären Vorfällen im Jahr 2001 schien der Dressman Derek Zoolander, der zwar unterbelichtet dafür aber ganz ganz schrecklich gut aussehend war, den Sieg davon zu tragen. Doch seine Feinde stürzten ihn ins Verderben.

Jahre sind seitdem vergangen und Zoolander hat sich verletzt ans Ende der Welt zurückgezogen. Dort leckt er seine Wunden und trauert um die verstorbene Frau und schmollt, weil man ihm das Sorgerecht für seinen Sohn entzogen hat. Auch Hansel (Owen Wilson) geht es nicht viel besser. Er ist auf dem Selbstfindungstrip und laboriert seit dem schrecklichen Vorfall an einer körperlichen Verletzung. Die hat nicht nur seinen Körper, sondern auch seine Seele in Mitleidenschaft gezogen. Doch als die Modewelt die zwei Ex-Dressmen ruft, kommen sie nach Rom. Dort werden sie in die Ermittlungen in seltsamen Mordfällen verstrickt.

Kritik

Wie bereits im ersten Teil steht der unterbelichtete Dressman Derek Zoolander (Ben Stiller) im Mittelpunkt der Komödie. Die versucht die Themen Mode, Verbrechen und den Jungbrunnen unter einen Hut zu bringen. Nun. Frei herausgesprochen gelingt ihr das Ansinnen ganz schrecklich lustig zu sein mehr schlecht als recht.
Die Handlung ist nicht nur hanebüchen, sondern auch sehr dürftig, dient als Plattform für viel Klamauk. Ihr Plot soll hirnverbrannt sein - doch es gelingt ihm nicht sich selbst zu entlarven. Die Modewelt mit ihren vielen Angriffspunkten bekommt weniger Seitenhiebe als möglich wären. Schade, denn in dieser Hinsicht wäre mehr drin gewesen.
Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf ihre Hauptdarsteller. Ben Stiller ist bemüht seiner Figur Komik abzutrotzen. Die naive Begriffstutzigkeit um nicht zu sagen Dummheit ist lustig und nicht filmfüllend. Wortduelle zünden in der Mehrzahl nicht. Und dass Zoolander alle x Minuten von jemandem als Idiot beschimpft wird macht die Handlung auch nicht witzig. Owen Wilson gibt den Verletzten und Penélope Cruz zeigt als ehemalige Badenixe und jetzige Ermittlerin Leinwandpräsenz. Will Ferrell als Modezar Mugatu präsentiert keine neue Seite seines Könnens. Was er aufbietet ist solide. Gut gelungen ist das Zusammenspiel zwischen Owen Wilson und Ben Stiller.
Beim Humor fällt auf, wie oft er Witze des ersten Teils wiederholt. Etwa den Umstand, dass Mugatu eine Milchallergie hat und keinen Latte macchiato verträgt. Weiterhin versucht es "Zoolander 2" mit Filmzitaten. Etwa wenn Susan Sarandon in einem Blitzauftritt die "Rocky Horror Picture Show" zitiert. Doch auch das Parodieren alter und junger Filme weckt keine Begeisterungsstürme.
Erstaunlich ist der Umstand, wie viele bekannte Gesichter es in den Film geschafft haben. Zum Auftakt etwa wird Justin Bieber ermordet (natürlich nicht in echt). Bekannte Modemacher nutzen die Chance sich selbst darzustellen und dabei ganz nebenbei für ihre Modehäuser zu werben.

Fazit
"Zoolander 2" bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Und es haftet dem Film der fade Beigeschmack an, dass Ben Stiller seit einigen Jahren in zu vielen Fortsetzungen mitwirkt.
Filmkritik / Meinung: Thomas Maiwald

Wertung: 40 %

Credits

Original Film-Titel: "

Land: USA 2016

Laufzeit in Minuten ca.: 102

Kinostart: 18.02.2016

Regie: Ben Stiller

Drehbuch: Justin Theroux

Schauspieler (Besetzung): Ben Stiller, Owen Wilson, Penélope Cruz, Will Ferrell, Kristen Wiig

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