Kinofilm

Qissa - Der Geist ist ein einsamer Wanderer

1947 erlangte das Indian Empire die Unabhängigkeit von Großbritannien. Viele Menschen muslimischen Glaubens wanderten ins heutige Pakistan ab. Umgekehrt mussten Hindus und Sikhs ihre angestammten Gebiete verlassen und ins heutige Indien umziehen. Dies hinterließ bei vielen tiefe Wunden. So auch bei Umber Singh (Irrfan Khan). Seine innere Verletzung äußert sich unter anderem darin, dass er es nicht akzeptieren will, dass sein drittes Kind wieder eine Tochter ist. Er verschließt die Augen davor und tut, als sei sie der Sohn, der die Linie der Familie eines Tages fortführen wird. Er gibt ihr den Namen Kanwar, der junger Prinz bedeutet, und erzieht das Mädchen wie einen Jungen. Doch der Schwindel muss eines Tages auffliegen.
Der Kinofilm tritt mit großem Anspruch an. Es geht formal zwar um das Schicksal der Familie und gleichzeitig im übertragenen Sinn um das Schicksal der Nation Indien. Um die nicht bewältigten Konflikte der Trennung und der Spannungen, die zwischen den Anhängern der unterschiedlichen Glaubensrichtungen bis heute bestehen sowie um die unverarbeiteten Konflikte zwischen Indien und Pakistan.

Copyright/Quelle: eigen

Credits

Original Film-Titel: "

Land: Deutschland / Indien / Niederlande / Frankreich 2013

Laufzeit in Minuten ca.: 109

Kinostart / Filmstart: 10.07.2014

Regie: Anup Singh

Drehbuch: Anup Singh, Madhuja Mukherjee

Schauspieler (Besetzung): Irrfan Khan, Tisca Chopra, Tillotama Shome, Rasika Dugal

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