Kinofilm

Malavita - The Family

Eine Mafia-Komödie der rauen Art: Familie Manzoni ist auf der Flucht vor der Rache der Mafia und versucht in Frankreich die Füße stillzuhalten. Doch aufgrund ihrer eigenwilligen Problemlösungsstrategien fallen sie auf wie bunte Hunde und müssen, wenn mal wieder alles zu spät ist, die Zelte abbrechen.

Die Umsiedlung in ein kleines Provinznest in Frankreich zeigt bei Familie Manzoni wenig Wirkung. Werden sie mit Problemen konfrontiert, dann lösen sie diese mit Gewalt. Egal ob Sohn oder Tochter Probleme in der Schule haben, die Mutter im Supermarkt diskriminiert wird oder der Handwerker dem Vater Probleme bereitet. Das ist angesichts ihrer Herkunft kein großes Wunder, denn die Manzonis waren einst Mitglieder der amerikanischen Mafia und sind jetzt Teil eines Zeugenschutzprogramms.
Eigentlich sollen sie versuchen möglichst nicht aufzufallen - wozu sie Hilfe von Stansfield (Tommy Lee Jones) und seinen Männern bekommen. Der hat seine Liebe Not mit den Blakes, wie die Manzonis mittlerweile heißen. Räumt hinter der Familie die Scherben auf und sucht nach neuen Fluchtorten, wenn die Tarnung mal wieder aufgeflogen ist. Und der richtig große Ärger lässt nicht lange auf sich warten, denn Giovanni (Robert de Niro) hat mit seinen Aussagen einige Mitglieder der ehrenwerten Familie ins Gefängnis gebracht und die haben nur noch eines im Sinn: Rache.

Kritik

Der Kinofilm "Malavita - The Family" ist eine Actionkomödie von Luc Besson, der Regie führte und das Drehbuch gemeinsam mit Tonino Benacquista schrieb. Nun ist Besson nicht gerade für seine zarte Handschrift bekannt und setzt wie gehabt auf eine schlagkräftige Handlung mit viel Überzeichnung. Darunter mischt er eine Prise familiärer Streitigkeiten und eine Lovestory. Alles in allem bleibt das Ganze flach, geschliffenen Witz oder Hintersinniges bietet "Malavita" nicht.
Ein Problem der Handlung besteht darin, dass der Zuschauer mit der Familie Manzoni (Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Dianna Agron, John D'Leo) sympathisieren muss. Andernfalls bleibt er außen vor. In dem Fall wirkt die Handlung befremdlich. Da sprengt die Mutter aus Rache den einzigen Supermarkt des Ortes in die Luft. Oder die Tochter wird von den Jungs ihrer Klasse angemacht und schlägt sie deshalb krankenhausreif. Kann man lustig finden - oder auch nicht. Ebenso die Szenen, in denen die Familienmitglieder einander ihr Fehlverhalten vorwerfen - und doch alle dasselbe tun. Und selbst das bleihaltige Finale, in dem der Film von der Komödie zur Action umschlägt, nimmt mich nicht für die Familie ein.

Um kurz Formales anzusprechen: Auf die eigenwillige Logik, dass jemand eine zutiefst amerikanische Familie ausgerechnet in der französischen Provinz verstecken will, gehe ich nicht ein. Michelle Pfeiffer bleibt weit hinter dem zurück, was sie kann. Immerhin macht Robert De Niro einen selbstzufriedenen Eindruck.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Wertung: 40 %

Credits

Original Film-Titel: "

Land: USA / Frankreich 2013

Laufzeit in Minuten ca.: 111

Kinostart / Filmstart: 21.11.2013

Regie: Luc Besson

Drehbuch: Luc Besson, Tonino Benacquista

Schauspieler (Besetzung): Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Tommy Lee Jones, Dianna Agron, John D'Leo

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