Kinofilm

Die Croods

Ruppig, struppig gestalteter Animationsspaß aus grauer Vorzeit als die Menschen nicht nur Jäger sondern auch Gejagte waren und das Überleben von einer sicheren Höhle abhing. Ein einfacher Animationsspaß für die ganze Familie oder einfach mal so zwischendurch.

Irgendwann in grauer Vorzeit traf der Neandertaler auf den modernen Menschen. Der war dem Neandertaler vielleicht in einigen Belangen voraus - doch nicht immer. Die Familie Croods ist laut eigener Angabe die letzte Familie, denn alle Nachbarn sind ausgestorben. Ihr Überleben verdankt die Familie einer einfachen Regel: Habe Angst vor allem Neuen. Dementsprechend suchen die Croods bei jeder noch so kleinen Gefahr Zuflucht in der sicheren Höhle.
Eines Tages lernt Tochter Eep den modernen Menschen Guy kennen. Der weiß nicht nur, wie man Feuer macht, sondern auch, wie man überlebt. Das interessiert die Croods zunächst wenig und es bedarf der Erschütterung ihres bisherigen Lebens, damit sie ihre sichere Höhle verlassen. Diese grundlegende Veränderung sind Erdbeben, ausgelöst vom Drift der tektonischen Platten. Deshalb - und auch nur deshalb - sucht die Gruppe nach einer neuen Bleibe und die Wanderung dorthin gerät zum Abenteuer.

Kritik

Die Reise bildet den roten Faden der Handlung und die Grundlage für allerhand (bewährte) Komik. So sind die Witze und Situationen ungeliebte Schwiegermutter / nicht akzeptierter Schwiegersohn keine Erfindung des Films. Origineller fallen die Witze mit dem Faultier aus, dass weit mehr ist als ein lebender Gürtel. Alles in allem kommt der Humor familienfreundlich und etwas ruppig daher - passend zu einer Geschichte aus der Steinzeit.
Neben dem Humor setzen die Croods auf Familiensinn und familiäre Werte. Nicht zuletzt haben sie überlebt, weil sie der klassischen Familienstruktur inklusive bewährter Muster folgen. So gibt der Vater den Ton an. Und dem fällt es besonders schwer, anzuerkennen, dass sein Weltbild wortwörtlich auseinanderbricht. Doch auch Guy, der moderne Mensch, lernt die Andersartigkeit der Neandertaler kennen und schätzen. Und am Ende überleben alle nur deshalb, weil sie die Andersartigkeit akzeptieren und gemeinsame Sache machen.
Unterm Strich ist die Handlung nicht erhebend und auch nicht der völlige Fehlgriff. Anders kann ich nicht beschreiben, dass insgesamt der Beigeschmack von Grundlosigkeit mitschwingt. Vieles im Film scheint unmotiviert und / oder grundlos.

Zur Optik des Ganzen kann ich keine abschließende Einschätzung abgeben. Einmal weil die Vorführung nicht in 3D stattfand. Und weil einigen Szenen der gesehenen Fassung noch der letzte Schliff fehlte. Seltsam muten des Öfteren die Bewegungsanimationen an, denn die Croods hüpfen gerne wie Gummibälle durch die Gegend. Eigenwillig wirkt die Idee, einem Großteil der Landschaft den Hauch einer Unterwasserlandschaft zu verleihen. So als habe das Meer eben erst das Land freigegeben.

Fazit
Eine Meisterleistung bieten die Croods nicht auf. Wer auf einen Kinoabend mit harmlos witziger Unterhaltung aus ist, liegt hier richtig.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Wertung: 60 %

Credits

Original Film-Titel: "

Land: USA 2013

Laufzeit in Minuten ca.: 98

Kinostart / Filmstart: 21.03.2013

Regie: Chris Sander, Kirk Demicco

Drehbuch: Kirk Demicco, Chris Sanders

Schauspieler (Besetzung):

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