Kinofilm

Ice Age 4

Der Animationsspaß für die ganze Familie geht in die nächste Runde. Mit an Bord sind dieses Mal Piraten, die den bekannten Helden ans Leder wollen; ansonsten setzt der Film begonnene Handlungsstränge fort und auf bewährte Stärken. Im Mittelpunkt stehen die drei Freunde, die so schnell nichts auseinander bringt.

Das Thema Familie steht bildlich gesprochen in dicken Lettern über der Handlung. Für Mammut Manni bedeutet es mit den Sorgen eines Vaters fertig zu werden. Faultier Sid erlebt eine böse Überraschung als seine Familie reinschneit und für Säbelzahntiger Diego bietet sich endlich die Möglichkeit der Partnerschaft. Doch das wird, wenn überhaupt, der nächste Teil der Reihe erzählen.

Den Auftakt zu "Ice Age 4 Voll verschoben" macht das überaus nervöse Säbelzahneichhörnchen Scrat, das nach wie vor mit seiner Eichel kämpft. Es löst unfreiwillig das Auseinanderdriften der Kontinentalplatten aus und liefert später sogar eine Erklärung für den Untergang von Atlantis. Dazwischen ist jede Menge Platz für Spaß und Action.
Manni ist mittlerweile Vater einer fast erwachsenen Tochter und wird mit den typischen Sorgen und Nöten eines Vaters konfrontiert. Doch während er noch versucht Kontrolle über seine Tochter auszuüben, wird ihm die Kontrolle jäh entzogen, denn die Landplatten driften innerhalb von Minuten auseinander und Manni und Co werden von den restlichen Tieren getrennt. Fortan bietet der Film zwei Handlungsschwerpunkte. Manni, Sid und Diego erleben gemeinsam mit Sids Großmutter ein waschechtes Piratenabenteuer auf hoher See. Derweil gehen die an Land gebliebenen, unter anderem Mannis Partnerin Ellie und ihre gemeinsame Tochter Peaches, auf eine Wanderung. Was sie antreibt ist auf beiden Seiten gleich: die Familie wieder zusammenführen.
Ungleich ist jedoch die Gewichtung. So führt der Film neue Figuren ein, vernachlässigt sie im Fall von Maulwurfsigel Louis allerdings. Der Schwerpunkt liegt auf dem bekannten Trio aus Mammut, Säbelzahntiger und Faultier. Ihre Erlebnisse mit den Freibeutern bekommen mehr Raum als der Handlungsstrang aus Wanderung und Teenager-Problemen.

Egal ob zu Land oder zu Wasser; das Geschehen ist eine lange Nummern-Revue, wie in den vorhergehenden Teilen auch. Auffällig daran: Der Film gönnt sich und auch dem Zuschauer keine Atempause. Die Gags jagen einander und lassen den Eindruck von "auf Teufel komm raus" aufkommen, denn die Handlung liefert lieber einen Gag zu viel als einen zu wenig. Die decken die ganze Bandbreite von Slapstick bis hin zum Schenkelklopfer ab; nur wirklich geschliffenen Witz sollte hier niemand erwarten. Und auch auf eine Weiterentwicklung der Charaktere wird verzichtet. Wozu auch? Die Charaktere "spielen" ihre Rollen mit Bravour.

Als Zielgruppe will "Ice Age 4" die gesamte Familie ansprechen. Und abgesehen von dem Umstand, dass das hohe Tempo und 3D kleine Kinder anstrengen könnten, spricht nichts gegen einen Kinobesuch von Groß und Klein.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Wertung: 70 %

Credits

Original Film-Titel: Ice Age - Continental Drift
Weiterer Titel: Ice Age 4 - Voll verschoben

Land: USA 2012

Laufzeit in Minuten ca.: 88

Kinostart / Filmstart: 02.07.2012

Regie: Steve Martino, Michael Thurmeier

Drehbuch: Michael Berg, Jason Fuchs, Lori Forte

Schauspieler (Besetzung):

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