Kinofilm

Die Rugrats auf Achse - Kritik

Rugrats Go Wild!

Sie sind unterwegs - nicht wie erhofft auf einem hypermodernen Luxus-Liner sondern auf einem öden Fischkutter. Das Streiten über den Sinn oder Unsinn dieser Urlaubsform währt im Film nicht lange, denn schon bald macht eine riesige Welle aus dem Fischkutter Treibgut. Natürlich schaffen es alle sich an Land zu retten: Sie stranden auf einer Trauminsel mit dem Namen "unbewohnt".

Hier geht das bunte Treiben weiter. Die Erwachsenen begraben ihren Streit und die Babys machen sich selbständig, versuchen im Dschungel Hilfe zu finden. Das geht natürlich nicht ohne jede Menge Geschrei, Gezanke und schief gesungene Lieder ab.
Diplomatisch ausgedrückt, muss Erwachsenen nicht gefallen, was an Kinder adressiert wurde. Die überdrehte Handlung ist eine Nervenprobe - läuft der Kinofilm doch von der ersten zur letzten Minute auf Hochtouren. Vielleicht zollt der Film damit seinen Tribut an den Zeitgeschmack. Neben der überdrehten Handlung sollen Zuschauer in den Genuss des "Odorama" kommen. Dazu leuchten während der Vorstellung auf der Leinwand Zahlen auf. Die Rubbelkärtchen liefern dann Impressionen von Käsefuß bis Cola. Na dann, Nase zu und durch. (Konnte mangels Rubbelkärtchen während der Pressevorführung nicht getestet werden.)
Was die erwachsenen Rugrats nicht wissen, die Familie Stachelbeere hält sich ebenfalls auf der Insel auf. Die Tierfilmer sind auf der Suche nach einem gefleckten Leoparden. Und rein zufällig hat diese Raubkatze Babys zum Fressen gern. Wie könnte es anders sein, es beginnt im Film ein Wettlauf um das Leben der Babys. Die Windelgang wiederum kann tatsächlich den berühmten Tierfilmer aufspüren. Doch dem großen Vorbild fällt eine Kokosnuss auf den Kopf, was ihn auf das Niveau eines Dreijährigen zurückversetzt. Nun ist guter Rat teuer. Zum Glück kann Eliza Stachelbeere mit den Tieren sprechen ... Ehrlich gesagt, es gibt nur eine Motivation dieses Spektakel über sich ergehen zu lassen: den Kindern zuliebe.
Filmkritik: Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "Rugrats Go Wild!"

USA 2003

Laufzeit in Minuten ca. 84

Regie: John Eng, Norton Virgien

Drehbuch: Kate Boutilier

Kinostart / Filmstart: 12.02.2004

Rollen und Sprecher (englisch / deutsch): Tommy Pickles (E.G.Daily / Angela Quast), Chuckie Finster (Nancy Cartwright / Eva Michaelis), Phil DeVille (Kath Soucie / Reinhilt Schneider), Lil DeVille (Kath Soucie / Micaela Kreißler), Kimi Finster (Dionne Quan / Verena Herkewitz), Angelica Pickles (Cheryl Chase / Monika Barth), Nigel Thornberry (Tim Curry / Eberhard Haar), Grandpa Lou (Joe Alaskey / Peter Weis), Charlotte Pickles (Tress MacNeille / Isabella Grothe)

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