Kinofilm

Scary Movie 3

Wie beginnen unzählige amerikanische Horrorfilme?
Möglichkeit a: Eine Familie zieht in ein Haus, das seit Jahren leer stand. Möglichkeit b: Zwei Teenager sitzen vorm TV und ...
Möglichkeit b: Zwei schlechte Blondinen sitzen vorm Fernseher. Die eine versucht ein Kreuzworträtsel zu lösen, die andere erzählt, dass magnetische Strahlung Silikon zerstören kann. Alarm! Alarm! Hektisch springen die schlecht blondierten Blondinen auf und ihre atomaren Silikonbrüste wippen (tata, tata, tata). Mit dieser ausdrucksstarken Szene beginnt der Kino-Film. Der Rest gestaltet sich in "Scary Movie 3" analog.

Wer er besonders lustig findet, wenn Männern in die Weichteile getreten wird, der wird viel zu lachen haben. Menschen, die sich die Köpfe an Türen, Lampen oder Mikrofonen anschlagen - sind lustig?! Noch mehr Punkte auf der nach oben offenen Lachskala. Behinderte besuchen den amerikanischen Präsidenten ... prima, die kann man ganz lustig verkloppen! Außerirdische, die sich zum Abschied in die Weichteile treten - hoppla, so etwas ähnliches hatten wir doch schon. Die grundlegende Handlung orientiert sich an dem Horrorstreifen "Ring". Dazu mischen sich Anspielungen auf "Matrix - Reloaded", "Texas Chainsaw Massacre" und "8 Mile".
Außerirdische landen in den USA in einem Maisfeld und legen dort eine Art Kornkreis an. Dazu taucht das mordende Videoband aus "Ring" auf. Jeder, der dieses Videoband sah, bekommt danach einen Anruf. Eine Stimme sagt, man müsse in sieben Tagen sterben. Sieben Tage später passiert etwas grauenvolles. Wie im Original wird eine Journalistin in die Vorfälle hineingezogen und beginnt ihre Recherche. Natürlich sieht auch sie sich das Video an und bekommt den Anruf. Auch ihr hellsichtiger Pflegesohn guckt das Band. (Im Gegensatz zum Original sorgt der Bengel für witzige Kommentare, indem er Leute am laufenden Band bloß stellt). Selbst die Suche nach dem Leuchtturm findet statt. Hier wartet allerdings der Architekt aus "Matrix - Reloaded" und entpuppt sich als lüsterner Voyeur.

Wirkliche Situationskomik ist im Film "Scary Movie 3" rar. Die running Gags sind eher running als Gags. Aus dem Fenster fallen, überfahren, verprügelt oder geschlagen werden und und und. Wenn den Drehbuchautoren nichts mehr einfiel, dann kriegt ein Mann einen Tritt in die Weichteile. Stöhnt er dann "My Balls!", so reicht ihm jemand bunte Kinderbälle. Zu den überwiegend grobgeschnitzten platten Witzen, gesellt sich an wenigen Stellen wirklich böse, gelungene Komik. Etwa wenn die Journalistin ihrem Pflegekind seine Geburt schildert, bei der die Mutter flehte, man möge sie erschlagen ... und damit endet, sie habe das Ganze auf Video. Nur für den Fall, dass der Junior es mal sehen möchte. Gelungen ist ebenso der Kurzauftritt von Michael Jackson. Der hockt im Kinderzimmer und muss sich vom Verdacht reinwaschen ein kleines Mädchen missbraucht zu haben. Seine Ausrede: "She's a Girl!" Alles in Allem ist "Scary Movie 3" etwas für Freunde des derben bis sehr derben Humors.
Thomas Maiwald

Credits

Original Film-Titel: "

USA 2003

Laufzeit ca. 90 Min.

Kinostart / Filmstart: 26.02.2004

Regie: David Zucker

Drehbuch: Craig Mazin, Pat Proft

Schauspieler (Besetzung): Pamela Anderson (Becca), Jenny McCarthy (Kate), Marny Eng (Tabitha), Charlie Sheen (Tom), Simon Rex (George), Jianna Ballard (Sue), Jeremy Piven (Ross Giggins), Anna Faris (Cindy Campbell), Timothy Stack (Carson Ward), Elaine Klimaszewski (Elaine), Diane Klimaszewski (Diane), Camryn Manheim (Trooper Champlin), Drew Mikuska (Cody), Regina Hall (Brenda Meeks), Darrell Hammond (Vater Muldoon), Queen Latifah (Tante Shaneequa), Leslie Nielsen (President)

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