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Kinofilm
Jungfrau (40), männlich, sucht ... KritikIch könnte jetzt behaupten, man kennt das ja. Männer, die 40 Jahre alt sind, aber noch nie eine Frau hatten. Nun gut, diese Behauptung nehme ich zurück, wenngleich viele Leser wahrscheinlich einen dieser stillen Arbeitskollegen kennen, die gerne an Weihnachten sowie an Sylvester die Schicht übernehmen, weil sie keine Beziehung haben - und etwas zum Kompensieren benötigen. Auch Vorgesetzten merkt man bisweilen an, ob sie am Wochenende Sex hatten oder nicht. Der Kinofilm " Jungfrau (40), männlich sucht ... " treibt das Szenario auf die Spitze. Andy Stitzer ist ein typischer Vertreter der leisen Zunft. Er verbringt seine Wochenenden damit, die Zinnfiguren-Sammlung neu zu bemalen oder furchtbar aufwendig zu kochen. Seine Arbeitskollegen halten ihn solange für einen Sonderling, bis sie abends noch einen Mann zum Kartenspielen brauchen. Zunächst will man den Psycho nicht dabeihaben, dann läuft es ganz gut, bis zu dem Moment, in dem die Männerrunde über Sex redet. Als Andy erzählen soll, wie die Brüste seiner letzten Sexpartnerin beschaffen waren, behauptet er, sie hätten ihn an Sandsäcke erinnert. Jetzt ist es raus. Die Kollegen merken sofort, dass er noch nie Sex hatte - und beschließen ihm zu helfen. Filmkritik"Jungfrau (40) männlich sucht": Was zunächst wie "American Pie" für Erwachsene klingt, ist eine etwas derbe Beziehungs-Komödie für Männer. Die Gespräche unter den Arbeitskollegen sind recht typisch; könnten für Frauen weniger lustig ausfallen, denn die Männer nehmen beim Thema Frau kein Blatt vor den Mund. Nun dreht sich vieles um Sexualität, aber nicht alles. Ein Großteil der Komik wurzelt in den unmöglichen Situationen, in die der Hauptdarsteller gerät. Das reicht von recht zynischen Witzen, etwa wenn Andy eine Frau anbaggert, einfach indem er ständig nachfragt, weil Frauen Aufmerksamkeit wünschen. Weiter geht es mit sehr derben Witzen, zum Beispiel bei der Kosmetikerin, die Andys Brustbehaarung per Wachsstreifen entfernen soll. Zunächst weist sie ihre Kollegin an, alle weiteren Terminen des Tages zu streichen, dann endet das Szenario natürlich damit, dass Andy vom Behandlungstisch springt, obwohl in die Kollegen festhalten. Zu den Verkopplungsproblemen kommen die Beziehungsprobleme der Arbeitskollegen. Oder typische Szenen, in denen sich Andys Kollegen ein Beleidigungs-Duell liefern. Während sie sich virtuell verprügeln, also ein Videogame spielen, werfen sie sich Argumente an den Kopf, weshalb der andere schwul sei. Seiten (0):
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