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Undercover - Operation Wintersonne - Test

Das Spiel
Genre: Adventure
Entwickler: Sproing Interactive
Verlag: dtp
System:
VÖ: 28.09.2006
USK: 12, freigegeben ab zwölf Jahren
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Systemvoraussetzungen: Windows 98 SE/ME/2000/XP, Athlon/Pentium 1 GHz, 256 MB RAM, Grafikkarte mit DirectX 9 Unterstützung und mindestens 64 MB RAM, DirectX 9.0c, DVD-ROM-Laufwerk, Directsound kompatible Soundkarte

Verschwörungstheorien haben praktisch immer Konjunktur. Adventure mischen sie gerne mit Fiktion. So behandelte "Die Geheimakte Tunguska" das gleichnamige Phänomen und "Nibiru" mixte eine Verschwörungstheorie und das Dritte Reich. Ein ähnliches Thema bildet den Mittelpunkt von "Undercover - Operation Wüstensonne": Ein britischer Spion wider Willen soll herausfinden, ob die Deutschen tatsächlich in der Lage sind, eine Uranbombe zu bauen.

Die Geschichte beginnt in London 1943. Der britische Geheimdienst bittet den Physiker John Russel Unterlagen zu sichten, die aus Deutschland geschmuggelt werden konnten. Da John die Frage, ob die Deutschen tatsächlich in der Lage sind eine Uranbombe zu bauen, nicht klar beantworten kann, schickt ihn der MI6 kurzerhand nach Berlin. Begleitet wird er von dem erfahrenen Spion Peter Graham. Die Männer beginnen ihre Suche am Kaiser Wilhelm Institut, dann führt sie ihr Unterfangen ins Heereswaffenamt und von dort aus nach Haigerloch bei Stuttgart. Wie es sich für einen Spionagethriller gehört, müssen Türen geknackt, Unterlagen gestohlen werden und wachsame Soldaten hinters Licht geführt. Die Motive der auftretenden Personen sind nicht immer nur heroisch - und wie es sich gehört, hat auch eine schöne Frau ihre Finger im Spiel.

Die klassische Point and Click-Steuerung benötigt etwas Eingewöhnung. Einmal weil sie die rechte und linke Maustaste quasi vertauscht. Zudem ist es etwas verwirrend, dass der Cursor für untersuchen, aufnehmen und benutzen derselbe ist. Andere Abenteuerspiele machen es dem Spieler leichter, indem sie verschiedene Cursors für untersuchen und benutzen verwenden. Doch nach einiger Zeit hat man sich an die "verdrehte" Steuerung gewöhnt. Dann geht die Bedienung flott voran, John läuft auf Doppelklick durchs Bild. Was allerdings unabschaltbares Ärgernis bleibt, sind die Ladezeiten. Auf dem Testrechner lagen zwischen jedem Bildwechsel 5 Sekunden Ladezeit, auf einem anderen Rechner waren es 10 Sekunden. Die Entwickler nehmen im Readme zum Patch 1.1 dazu wie folgt Stellung: "Viele werden in der Liste der Fixes sicher den Eintrag 'Ladezeiten verkürzt' vermissen. Wir sind uns des Problems bewusst. Leider ist es uns jedoch nicht möglich die Ladezeiten im Nachhinein entscheidend zu verkürzen. Wir bitten dafür um Verständnis." Wer auf einem langsamen Rechner spielt und das Rätsel mit dem Betrunkenen löst, bei dem viel gelaufen wird, dem könnte das nötige Verständnis schwinden, denn die Ladepausen sind auf Dauer stimmungstötend.
Hilfreich gedacht ist der Einsteigermodus in dem das Spiel auf Wunsch alle Beschriftungen anzeigt. Das ist weniger ausgereift als der "Snoop Key" von "Geheimakte Tunguska" weil bei "Undercover - Operation Wüstensonne" einfach alle Beschriftungen eingeblendet werden und nicht nur Relevantes. Trotz der Überfrachtung hilft es die manchmal nur wenige Pixel großen Fundstücke leichter zu finden.

Die klare Stärke des Spiels besteht darin, dass die Aufgabenstellungen recht logisch ausfallen. Die Rätsel im Spiel sind solide Kost auf leichtem bis mittelschwerem Niveau. So findet John etwa eine Uhr, der ein Zeiger fehlt. Einen Metallstift mit Loch als Zeiger zu identifizieren ist einfach. Herauszufinden, welche Uhrzeit am Zifferblatt eingestellt werden muss, damit die nächste Aktion geschieht, erfordert ein wenig Knobeln. Doch wie in Abenteuerspielen üblich, steht die Lösung irgendwo aufgeschrieben. Was hingegen stört ist die Tatsache, dass einige Rätsel gelöst werden müssen, doch die Handlung danach an anderer Stelle fortsetzt. So muss gleich zu Anfang in London ein Fenster geöffnet werden, damit John ein Gespräch belauschen kann - doch kaum ist das Fenster offen, muss er den Hof verlassen. Nicht ganz gelungen ist auch die Idee, dass in Haigerloch bestimmte Gespräche geführt werden müssen. So kann etwa das Rätsel mit dem Geistlichen und dem Rosenkranz nur gelöst werden, wenn die entsprechenden Gesprächsoptionen abgearbeitet wurden - unabhängig davon, ob Sie die Lösung bereits ahnen.

Undercover - Operation Wintersonne
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Undercover - Operation Wintersonne
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