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Stupid Invaders - Test

Das Spiel
Genre: Adventure
Entwickler: Xiliam
Verlag: UBISOFT
System:
VÖ: 07.02.2001
USK: 6, freigegeben ab sechs Jahren
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Systemvoraussetzungen: Windows 95/98/NT/ME, CPU mit 266 MHz, 16 MB RAM, Grafikkarte, Soundkarte, 400 MB freier Festplattenspeicher, 12fach CD-ROM, Maus und Tastatur

In diesem Comicabenteuer landen fünf Außerirdische auf der Erde not. Ihr kaputtes Raumschiff zwingt sie zu einem längeren Aufenthalt als geplant. Als der fiese Doktor Sakarin von ihnen erfährt, schickt er einen Kopfgeldjäger los die Außerirdischen zu fangen.
Genau in dem Moment in dem die stupid Invaders fliehen wollen, taucht Kopfgeldjäger Bolok auf und macht ihrem Heimflug vorerst ein Ende. Es beginnt eine turbulente Verfolgungsjagd, die an Skurrilität kaum zu überbieten ist. Erst fehlt es dem Treibstoff fürs Raumschiff an Dung, aber zum Glück sind sie in der Nähe einer riesigen Dung-Fabrik abgestürzt, dann kidnappt sie der fiese Kopfgeldjäger Bolok und verschleppt sie zur Area 52 wo der obermiese Doktor Sakarin mit Hingabe Aliens seziert. Bis zum finalen Show Down geht es turbulent weiter.

Da die fünf Außerirdischen nicht besonders helle sind, muss der Spieler ihnen in drei Kapiteln stets unter die Arme greifen und ihnen helfen kuriose Aufgaben zu lösen. Gleich zu Anfang des Spieles muss der Weihnachtsmann aus dem Kamin befreit werden, der seit Monaten dort feststeckt. Also einfach etwas Rohrfrei in den Kamin gegossen und der Weg ist frei. Auf ähnlichem Niveau gestaltet sich der Rest des Spiels. Keine Idee scheint zu skurril, um nicht im Spiel vorzukommen. Klopapier verhilft zur Flucht, Widersacher werden mittels Rakete in die Luft gejagt, oder ein liebestoller Roboter wird nach dem Beischlaf beklaut. Wirklich ekelig wird das Spiel nie, obwohl es nicht davor zurückschreckt, auch schon mal ein Toiletten-Rätsel anzubieten, bei dem Spieler in die Kloschüssel springt; und auch die Aufgaben, die in der Dung-Farbrik gelöst werden müssen, laufen relativ sauber ab. Und auch Bekanntes und Bewährtes kommt im Spiel vor, wie etwa Teleporter und das beliebte Labyrinth kurz vor Schluss.

"Stupid Invaders" ist nicht nur von der Handlung her eigenwillig. Leider ist die Point-and-click-Steuerung stellenweise ziemlich hakelig und reagiert erst auf den zweiten oder dritten Klick. Die Richtungsangaben wie "Hierhin gehen" oder "Zurück gehen" sind wenig hilfreich. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist sehr einfach, was eher auf ein Kinderspiel deutet, aber der Humor richtet sich eindeutig an Erwachsene.

Die Comicoptik ist gelungen, die Videos und Szenen vermittelten fast das Gefühl eines interaktiven Spielfilms - wären da nicht die eigenwilligen und oft unmotivierten Game over. Beim Spielen wird es deshalb zur Pflichthandlung regelmäßig zu speichern.
Das Inventar spielt nur eine untergeordnete Rolle und ist standardmäßig ausgeblendet. Weil es weder einen Lebens- noch einen Stärkebalken gibt, spielt sich das Spiel im Vollbildschirm. Gefundene Gegenstände machen nicht immer Sinn, manchmal sammelt man schlicht Ballast auf und nur selten werden die Gegenstände im Inventar miteinander kombiniert. Die Wege im Spiel sind stellenweise unnötig lang. Eine der fünf Figuren durchquert einen Raum, erklimmt die Leiter, läuft ein Rohr entlang und angelt sich einen Gegenstand; danach geht es den gesamten Weg wieder zurück. Der Spieler braucht also wirklich Geduld. Auf die Übersichtskarte wird verzichtet, aber die Wege im Spiel sind meistens recht klar.

Der eigenwillige Humor gefiel mir sehr gut, allerdings glaube ich, dass man das wirklich mögen muss, ansonsten wird das Spiel ziemlich nerven. Die fünf Figuren sind nicht besonders helle, haben dafür aber so ihre Eigenheiten. Gorgious verschlingt alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Candy träumt von einer Geschlechtsumwandlung. Etno, der Wissenschaftler mit dem amerikanischen Akzent, Stereo mit seinen zwei Köpfen ist relativ neutral und Bud, der ganz lieb ist, aber furchtbar verschlafen. Als Spieler schlüpft man abwechselnd in die Rollen der Fünf.

Das Konfigurationsmenü lässt wenig Einstellungen zu. Die Auflösungen ist fest auf 640 x 480 eingestellt, Untertitel ein oder aus, Tausende oder Millionen Farben, die Gesamtlautstärke umfasst auch die Musik, was mir auf Dauer auf die Nerven ging.

Fazit

"Stupid Invaders" ist ein abgedrehtes Comicabenteuer, das aus der Schmiede von Monty Phyton stammen könnte. Die Grafik ist gut, die Steuerung schwächelt und brachte mich gelegentlich wirklich auf die Palme. Insgesamt bedingt empfehlenswert.
Thomas Maiwald

Wertung in Prozent: 60

Stupid Invaders
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