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Mord im Orient Express - Test

Das Spiel
Genre: Adventure
Entwickler: AWE Games
Verlag: cdv
System:
VÖ: 11.12.2006
USK: 6, freigegeben ab sechs Jahren
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Systemvoraussetzungen: Mindestanforderung: Windows 2000/XP, Pentium 3 mit 1,4 GHz, 256 MB RAM, 1,5 GB freier Speicherplatz, CD/DVD-ROM-Laufwerk: 16fach, Grafikkarte DirectX 9.0c kompatibel mit 64 MB RAM, 16Bit Soundkarte DirectX kompatibel, Maus.
Empfohlen: Windows XP, Pentium 4 mit 2,0 GHz oder besser, 512 MB RAM, 1,5 GB freier Speicherplatz, CD/DVD-ROM-Laufwerk: 16fach, Grafikkarte DirectX 9.0c kompatibel mit 128 MB RAM, Sound Blaster kompatible 16Bit-Soundkarte, Maus.

Als der bekannte Detektiv Hercule Poirot in Sirkeci den legendären Orient Express betritt, ahnt er nicht, dass es auf dieser Reise Arbeit für ihn geben wird. Zunächst macht er sich mit der jungen, attraktiven Antoinette Marceau bekannt, die bei der Eisenbahngesellschaft arbeitet. Eigentlich sollte die junge Frau nur dafür Sorge tragen, dass es Poirot auf seiner Reise an nichts mangelt, doch dann bleibt der Zug in einer Schneelawine stecken und einer der Fahrgäste wird ermordet. Zu allem Unglück hat sich Poirot bei der Vollbremsung des Zuges den Knöchel verstaucht. Er beschließt, fortan im Bett zu bleiben, während Antoinette durch den Zug läuft und Ermittlungen anstellt. Schon bald findet sie heraus, dass jeder der Fahrgäste etwas zu verbergen hat und nicht die Wahrheit sagt. Das erschwert natürlich die Suche nach dem Mörder oder der Mörderin. Doch Antoinette ist jung und unerschrocken. Selbst als sie während der Ermittlung entführt wird, gibt sie nicht auf ...

Als Spieler lenken Sie Antoinettes Geschicke, denn der berühmte Detektiv hat sich aufs Jammern verlegt. Die schwedische Krankenschwester bescheinigt ihm zwar, der Knöchel sei nur verstaucht, doch Monsieur hat keine Lust auf Laufarbeit und deshalb muss sich Antoinette stundenlang durch enge Zugabteile drängen, in Koffern nach Beweisen wühlen und lange Suchaufgaben lösen. Die Steuerung erfolgt per Point & Click und läuft erfreulich rund ab. Der Mauszeiger nimmt automatisch verschiedene Formen an, je nach möglicher Interaktion. Wobei die verstaubt wirkenden Symbole gut ins Spiel passen. Sobald alle Waggons freigespielt wurden, wechselt die junge Heldin per Minikarte rasch von Kurswagen zu Kurswagen. Das ist sehr praktisch, denn obwohl der Handlungsort sehr überschaubar ist, wird das Durchlaufen der engen Zugabteile auf Dauer lästig. Daran ändert leider auch die schöne Optik nichts.

Die Inneneinrichtung des Zuges ist der heimliche Höhepunkt des Spieles. Dunkles Holz, sei es als Einlage oder Wandverkleidung, verströmt den leichten Duft von Möbelpolitur. Schwere Vorhänge an den Fenstern schützen vor unliebsamen Blicken und das Besteck besteht aus Sterlingsilber - versteht sich. Selbst die Handtücher sind derartig kostbar, dass Antoinette sie nicht zur Arbeit nutzen will. Bedauerlich ist allerdings, die gefällige Optik wird auf Dauer zur stilvollen Langeweile, weil die Heldin die meiste Zeit durch den Zug läuft und die Kurswagen beziehungsweise Abteile einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Da die Fahrgäste keinem Tagesablauf nachgehen und auch nicht miteinander reden, wirken die Szenarien leblos. Wenn Antoinette ein Abteil betritt, dann sitzen die Menschen bewegungslos da. Selbst im Speisewagen starren sie sich schweigend an; nicht einmal das relativ frisch verheiratete Paar hat sich etwas zu sagen. Schade, denn so verschenkt das Spiel Potenzial - wie auch bei den restlichen Aspekten.
Doch bleiben wir zunächst bei der Grafik. Dampfwölkchen beim Atmen im Freien oder leise fallender Schnee sind schön anzusehen - doch hinsichtlich der Anzahl der Effekte gibt sich das Spiel zu sparsam, um auf Dauer zu überzeugen. Das betrifft auch die einfach modellierten Figuren. Die Haare der Heldin etwa sitzen wie ein Helm auf dem Körper. Der Gang wirkt hölzern und die abrupten Kopfbewegungen erinnern an eine Roboterpuppe. Aufgelockert wird die Handlung von Zwischensequenzen, die durchgängig arg verwaschen und pixelig sind. Außerdem sind sie zum Teil sinnlos. Sobald der Zug im Schnee stecken geblieben ist, zeigt das Spiel mehrfach den stehenden Zug von außen - ohne das etwas passiert. Ein solcher "Establishing Shot", der verdeutlicht wo die Handlung spielt, mag bei einem Film sinnvoll sein, doch im Spiel werden Sie so schnell nicht vergessen, wo Sie sich befinden.

Mord im Orient Express
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