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Everlight - Elfen an die Macht - Test

Das Spiel
Genre: Adventure
Entwickler: The Games Company
Verlag: Atari
System:
VÖ: 25.09.2007
USK: 6, freigegeben ab sechs Jahren
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Systemvoraussetzungen: Windows XP/Vista, Pentium 4 2 GHz, 512 MB RAM, Direkt-X 9.0, Direct X kompatible Grafikkarte, 4 GB freier Festplattenspeicher, DVD-ROM-Laufwerk.
Optimal: Windows XP/Vista, Pentium 4 2,8 GHz, 1 GB RAM, Direkt-X 9.0, Direct X kompatible Grafikkarte 128 MB, 4 GB freier Festplattenspeicher, DVD-ROM-Laufwerk.

Melvin ist fünfzehn, fast sechzehn Jahre alt. An Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen mangelt es ihm. Eines Tages treibt ihn ein Regenschauer in den Laden von Mr. Teeth. Dort entdeckt er zunächst auffällig viele Kerzen und dann weiht ihn der Ladeninhaber im Handumdrehen in die Kerzenmagie ein. Das heißt, für Melvin beginnt ein handfestes Abenteuer. Die Selbsterfahrungsreise versetzt ihn nämlich in die mittelalterliche Fantasiestadt Tallen, die außer hübschen Häuschen auch einen üblen Fluch zu bieten hat, der die braven Bürger der Stadt jede Nacht ins Gegenteil ihrer Persönlichkeit verkehrt. Und wie es sich für eine ordentliche Selbsterfahrung gehört, steht Melvin eine spirituelle Führerin zur Seite. Soweit könnte die Geschichte aus einer Selbsterfahrungsgruppe stammen. Doch im Abenteuerspiel "Everlight, Elfen an die Macht" geht es alles andere als ernst zu. So ist Fenny, Melvins spirituelle Führerin, eine sehr vorlaute Elfe, die nie um einen frechen, fiesen oder wenigstens unverschämten Kommentar verlegen ist. Doch auch die Bewohner von Tallen haben es in sich - zumindest nachts, wenn sie ihre andere Seite ausleben. Da wird der einfach gestrickte Wirt zum Philosphen, der redliche Schmied zum Zocker und der Eremit sucht die Geselligkeit.

Melvin wird aus der Perspektive der dritten Person gesteuert und bewegt sich ohne Murren und Stolpern durch die Stadt Tallen. An Hotspots verwandelt sich der Mauszeiger automatisch in beispielsweise ein Auge oder eine Hand und zeigt an, welche Möglichkeit der Interaktion besteht. Ein pixelgenaues Absuchen des Bildschirms entfällt: Per Druck auf die Taste H zeigt das Spiel sogar alle Gegenstände an, die meistens von haus aus gut sichtbar sind. Das Inventar ist übersichtlich, verschwindet bei Nichtgebrauch an der unteren Bildschirmkante und gibt der Spielfläche viel Raum.

Die Spieler, die auch "Simon the Sorcerer 4" spielten, werden die Grafik mit ihrem knuffigen Stil bereits kennen. Kein Wunder, denn beide Spiele stammen aus derselben Spieleschmiede. Als Versionssprung in der Grafikengine fallen in erster Linie die Schatteneffekte auf. So gefallen die Wolkenschatten in Everlight im Freien gut. In Innenräumen wirken sie mitunter deplatziert. Schade ist, dass die Gesichter in Nahansichten mit dem Rest der Grafik nicht ganz mithalten können. Sie sahen im Vorgänger besser aus. So fehlt den Pupillen die Bewegung und auch die Münder machen fallweise einen eigenwilligen Eindruck. Die Entwickler haben einen Patch angekündigt, der auch die Grafik aufbessern soll, doch bis Abschluss des Tests stand der Patch nicht zur Verfügung.
Hinsichtlich der Anzahl der Orte macht "Everlight" leider denselben Fehler wie "Simon the Sorcerer 4". Die Orte als solche sind schön anzusehen - doch es mangelt an Bandbreite. Das wird durch den integrierten Nachtmodus nur zum Teil abgefangen. Von fast allen begehbaren Orten gibt es eine Nachtversion mit veränderten Farben und Schattenwürfen. Eine schöne Idee, die jedoch über eine gewisse Enge nicht hinwegtrösten kann. Alles in allem ist die Grafik bereits in der Verkaufsversion schön anzusehen. Auch die sonst oft hässlichen Trauerränder kommen nicht zum Tragen - Everlight läuft in der maximalen Auflösung von 1024 x 768 Pixeln.

Everlight - Elfen an die Macht
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