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Criminal Intent - Test

Das Spiel
Genre: Adventure
Entwickler: -
Verlag: Daedalic Entertainment
System:
VÖ: 25.06.2007
USK: 12, freigegeben ab zwölf Jahren
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Systemvoraussetzungen: Windows 2000 / XP / Vista, Pentium III 800 MHz, 128 MB RAM, 2,4 GB freier Festplattenspeicher, 3D-Grafikkarte mit 64 MB RAM, Soundkarte, DVD-ROM

Polizeiarbeit besteht zu einem großen Teil aus Routine. Das merkt auch der Spieler rasch, weil das Spiel die Grundelemente stets wiederholt. Zeugen befragen, Beweise sichern, Analysen und Berichte einholen. Daneben gibt es Orte, die ständig angelaufen werden müssen. Per Point and Click-Steuerung bewegt der Spieler Robert Goren durch eine stilistisch ansprechende, allerdings schlicht gehaltene Spielwelt. Der Detective bewegt sich schwerfällig als sei er des vielen Laufens bereits müde. Wenn gar nichts mehr geht, dann tritt er auf der Stelle und dreht sich dabei um die eigene Achse. In den vielen Gesprächen nutzen die Figuren alle dieselben, wenigen Animationen. Eine offene, vorgeschobene Hand, ein in der Hand gehaltener Beweis. Eigenartig erscheint dabei, dass Robert Goren in der Fernsehserie Linkshänder ist, im Spiel hingegen Rechtshänder.

Der Cursor ist gewöhnungsbedürftig. Für gewöhnlich nimmt er in Adventurespielen verschiedene Formen an, je nach Interaktionsmöglichkeit. Die Entwickler von "Criminal Intent" haben auf diese Feinabstimmung verzichtet. Im Standardmodus sieht der Cursor wie ein Frisbee aus. Interaktionsmöglichkeiten zeigt er durch einen leuchtenden Ring an - der auf hellen Untergründen kaum zu sehen ist. Nach einem Mausklick öffnet sich ein mächtiges Menü, das sechs Möglichkeiten anzeigt: ansehen, benutzen, einsammeln, analysieren. Das Konzept war einfach zu realisieren, doch den Preis zahlt der Spieler, der unnötig viel klicken muss. Die Befragung von Zeugen, eine der Hauptaufgaben im Spiel, wurde glücklicher gelöst. Aus einer Liste wählt der Spieler die Frage und zusätzlich die Intention, in der er fragt. Dafür gibt es eine Palette von streitlustig bis einfühlsam. Obwohl mir die Idee sehr gut gefällt, schöpft sie die Möglichkeiten nicht aus. Zum einen stehen nie alle fünf Optionen offen. Zum anderen ist es leicht zu erraten, dass man einen Zeugen nicht harsch angeht, wenn er gerade über einen Todesfall spricht. Die restlichen Menüs fasst das Spiel im PDA zusammen. Das Multifunktionswerkzeug dient dabei als Inventar, beherbergt Kategorien wie Zeugen, Beweise etc. Er lässt sich als Telefon nutzen, zeigt Landkarte, Tagebuch und Speichermenü an.

Wie bereits angesprochen, kann die Grafik gehobene Ansprüche nicht zufriedenstellen. Die Umgebungen sind aufgeräumt und zweckmäßig gehalten. Zeugen kennen keine Tagesabläufe, stehen selbst Stunden oder Tage später noch am selben Fleck. Menschen im Büro sitzen fast ausnahmslos vor Bildschirmen und tippen auf der Tastatur. Immerhin gibt es in jedem Bild Bewegung, was die Umgebungen lebendig erscheinen lässt. Wiederum störend sind die Bildfehler. Aus dem Verhörzimmer kommend, ist die Beschriftung der ersten Bürotür auf Englisch. Im Hotelzimmer stimmen in Fall 4 Totale und Nahansicht nicht überein. Aus der Totalen liegt die Bibel auf dem Nachtschrank (wie im Fall davor). In der Nahansicht liegt die Bibel dann im Fach des Nachtschrankes. Die Tooltips stimmen zum Teil nicht. Der Tooltip der gefundenen Tabletten lautet: Tablettenkoffer. Die Türklinke ist laut Tooltip eine Drahtzange. Im Fall 4 taucht ein italienischer Text auf. Mit etwas Pech werden die Tooltips auch nach Schließen des Menüs angezeigt und erst das Beenden und Neustarten des Spiels lässt sie wieder verschwinden. In den Menüs reagieren manche Punkte erst nach Scrollen oder wiederholtem Anklicken.

Criminal Intent
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