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Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin - Test

Das Spiel
Genre: Adventure
Entwickler: Frog Wares
Verlag: Deep Silver
System:
VÖ: 13.11.2007
USK: 6, freigegeben ab sechs Jahren
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Systemvoraussetzungen: Windows 2000/XP/Vista, Pentium III 1,3 GHz, 512 MB RAM, Grafikkarte: 64 MB RAM (Direct X9 kompatibel), Soundkarte: (Direct X9 kompatibel), Direct X9.0c oder höher, DVD-ROM 4x, Freier Speicher: 3 GB

Kaum hat sich bei Sherlock Holmes und Dr. Watson nach dem Abenteuer mit der eigenartigen Sekte ("Sherlock Holmes - Die Spur der Erwachten") fast so etwas wie Langeweile eingeschlichen, da erreicht das Duo ein unverfrorener Drohbrief. Um das britische Volk zu beleidigen, will der französische Meisterdieb Arséne Lupin britische Wahrzeichen stehlen. Und der Einzige, der das verhindern könnte, ist ungefragt Sherlock Holmes. Umgehend machen sich der Detektiv und sein Kompagnon an die Arbeit, um dem unverfrorenen Franzosen das Handwerk zu legen. In der Londoner National Gallery will der kecke Franzose das erste Mal zuschlagen und Bilder entwenden.
Um genau dies zu verhindern, steuert der Spieler abwechselnd Holmes und Watson per Maus durch die 3D-Umgebung. Wie bereits im Vorgängerspiel werden die Orte aus Sicht der ersten Person erkundet, also nicht als Blick über die Schulter. In einem 3D-Adventure ist das weiterhin ungewöhnlich - mich hat es im Gegensatz zum letzten Spiel der Reihe nicht gestört. Vielleicht liegt es daran, dass es wirklich viel zu sehen gibt? Allein der Gang durch die National Gallery, bei dem Sherlock Holmes die ausgestellten Bilder erklärt, ist eine Wonne. Als Weiterentwicklung dieses Prinzips spendierten die Entwickler dem Spiel eine Navigationshilfe, die sich stets in der Bildmitte befindet. Wer diese nicht mag, schaltet sie einfach ab. Darüber hinaus zeigt das Abenteuer bei Näherung an, ob etwas betrachtet oder benutzt werden kann. Vermisst habe ich allerdings ein Symbol für Ansprechen.

"Sherlock Holmes jagt Arséne Lupin" vollbringt, ähnlich wie "Ankh", die Kunst, mit wenig Fundstücken auszukommen. Das stilechte Inventar wird nie unübersichtlich. Weggelassen und damit verbessert hat Hersteller Frogwares die lästige Idee, dass Gegenstände erst dann mitgenommen werden können, wenn man sie einsetzen kann. Der Ersatz dafür ist jedoch nicht nur zu loben, denn im aktuellen Spiel tauchen Fundstücke erst dann auf, wenn sie freigespielt wurden.
Wirklich vorbildlich ist die Schnellreisefunktion per Karte. Das fiel mir insbesondere deshalb auf, weil ich eine Übersichtskarte in "Ankh - Kampf der Götter" schmerzlich vermisst hatte. Holmes und Watson reisen selbst in abgegrenzten Gebieten wie dem Tower of London flugs per Karte von einem Ort zum anderen und vermeiden überflüssiges Gelaufe.

Die Rätsel entsprechen weniger einem klassischen Detektivspiel (wie zum Beispiel in "Sherlock Holmes - Das Geheimnis des silbernen Ohrrings" oder "Sinking Island"). Denn leider kommt die Befragung von Zeugen zu kurz. Vielmehr besteht der Löwenanteil der Rätsel aus einer Schnitzeljagd. Der französische Meisterdieb Arséne Lupin hinterlässt verschlüsselte Botschaften in Form von Reimen oder Bildern. So muss der Spieler beispielsweise eines oder mehrere Gemälde in der National Gallery identifizieren. Zu den vielen Suchaufgaben kommen Logikrätsel und Mathematikaufgaben. Wie gehabt, kommt auch das Quiz zum Zug, bei dem eine Verständnisfrage beantwortet werden muss. Allerdings nicht mehr am Kapitelende, wie beim Vorgänger, und auch nicht mehr in einer Reihe von Verständnisfragen wie beim "Silbernen Ohrring", sondern es wird jeweils nur eine Frage gestellt. Von der schönen Idee ist nur noch eine Lightversion geblieben.

Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin
Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin
Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin
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