Fast & Furious - Neues Modell Originalteile - Kritik
Fast & Furious 4
Es gibt Formeln und Strategien, die so gut funktionieren, dass sie stets aufs Neue zum Einsatz kommen. Dagegen ist generell nichts einzuwenden. So spricht die Kombination "Autos, Motoren und Frauen" insbesondere Männer an. Das wissen auch die Macher der "Fast and Furious-Reihe", die aktuell in die vierte Runde geht. Erneut treffen illegale Autorennen auf aufgemotzte Autos und Frauen in spärlicher Kleidung.
Inhalt / Handlung
Die Handlung von "Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile." beginnt zwar ohne klassischen Vorspann, dafür aber rasant: In der Dominikanischen Republik wird ein Tanklastzug überfallen. Die Verbrecher haben es auf das flüssige Gold abgesehen und stehlen die Anhänger des Trucks während der Fahrt. Mit von der Partie sind Dominic Toretto (Vin Diesel) und Letty (Michelle Rodriguez). Der Coup gelingt, aber die Freude darüber währt nicht lange, denn Dominic hat zu viel auf dem Kerbholz und weiß, seine Vergangenheit wird ihn eines Tages einholen. Deshalb verlässt er Letty, die kurz darauf ermordet wird. Die Suche nach dem Mörder führt Dominic auf die Spur eines skrupellosen Drogenhändlers. Den sucht auch der Arm des Gesetzes in Gestalt von Brian O'Connor (Paul Walker). So ist es nur eine Frage der Zeit, bis die zwei alten Widersacher einander erneut begegnen und in einem illegalen Autorennen die Kräfte messen.
Filmkritik
Der Kinofilm "Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile." versucht erneut die Dinge unter einen Hut zu bringen, die Jungs und Männer jeden Alters besonders ansprechen: Schnelle Autos und scharfe Kurven. Die Handlung, die um diese Elemente gestrickt wurde, ist zu vernachlässigen. Versatzstücke eines klassischen Rachedramas und Selbstjustiz treffen auf Werte wie Freundschaft und Familie. Sonderliche Aufmerksamkeit verlangt die einfache Handlung vom Zuschauer nicht zumal die meisten Wendungen doppelt erklärt werden. Und die Moral des Ganzen ist einfach: Manchmal müssen böse Jungs eben Böses tun, damit am Ende Gutes dabei herauskommt.
Im Vergleich mit den Vorgängern sind die Auftritte der chronisch schmachtenden Frauen reduziert worden. Außerdem passiert nichts, was eine möglichst niedrige Altersfreigabe beeinträchtigen könnte. Die Hände bleiben über der Bettdecke und es fließt bei den Kämpfen kaum Blut. Neu am Geschehen sind Einstreuungen, die stark an Computerspiele erinnern (das Navi oder das Rennen durch den Tunnel). Dabei stechen vor allem die Stunts hervor, denn die Stuntleute haben eine beachtlichere Leistung erbracht als die Schauspieler. Das ist keine so große Kunst, wenn Paul Walker und Vin Diesel die Hauptrollen spielen, denn beide Darsteller zeigen kaum Mimik. Was man als Coolness deuten könnte, wirkt spätestens in emotionalen Szenen seltsam, denn dann sprechen die Fäuste.
Fazit
Der vierte Teil der Reihe schaltet nach der temporeichen Eröffnung in den Energiesparmodus und geizt mit Rennszenen. Deutschen Produktionen wie "Autobahnraser" und "Abgefahren" fährt "Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile." trotzdem davon.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 50 %
Credits
Original Film-Titel: Fast & Furious
Land: USA 2009
Laufzeit in Minuten ca.: 107
Kinostart / Filmstart: 02.04.2009
Regie: Justin Lin
Drehbuch: Chris Morgan
Schauspieler (Besetzung): Vin Diesel, Paul Walker, Michelle Rodriguez, Jordana Brewster, John Ortiz, Laz Alonso, Gal Gadot, Shea Whigham, Tego Calderón