Kinofilm

Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft

2015 schallte der erste Hilferuf durch deutsche Kinos. Eine fiese Lehrerin bekam ihre gerechte Strafe und wurde geläutert. Zwei Jahre wird das Gymnasium erneut zur Bühne und stellt die Frage: Kann Schule Spaß machen?

Kritik

Der zweite Teil der Komödie um das Spuk-Gymnasium ist eine mehr eine Variation des ersten Teils "Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft", als eine Fortsetzung der Erzählung und das ist bedauerlich in der Hinsicht, dass die Geschichte nicht mehr Hintergrund bekommt. Die Chance offene Fragen zu beantworten, wie die woher der ehemalige Schulgründer seine magischen Kräfte bezog, bleiben ungenutzt. Mehr noch: Anstelle frischer Ideen, präsentiert der Film Dasselbe in Grün. Während im ersten Teil Felix' Mutter in den USA weilte, um sich beruflich auszuleben, will nun der Vater nach Dubai um seiner Karriere Leben einzuhauchen. Wie bereits im ersten Teil wird die Direktorin Frau Schmidt-Gössenwein geschrumpft, was diese mit einem "nicht schon wieder" kommentiert. Wenig später widerfährt Felix' Eltern selbiges. Die treibende böse Kraft ist abermals eine Schuldirektorin. Frau Stechbarth (Andrea Sawatzki) sieht in den neuzeitlichen Unterrichtsformen den Untergang der westlichen Welt und möchte gerne die Prügelstrafe wieder einführen. Damit es nicht zum Rückschritt kommt, müssen die Schüler erneut zusammenhalten und der Direktorin das Handwerk legen. Somit ist die Handlung im Kern eine Wiederholung.

Allerdings wird im zweiten Teil auf Magie verzichtet und der Schwerpunkt mehr auf den Zusammenhalt der Schüler gelegt. In ihre Rettungsmission werden Witze über das umgekehrte Kräfteverhältnis eingestreut. Da Felix' Eltern geschrumpft sind, hat der Sohn das Sagen; was beide Seiten auf die Dauer als unbefriedigend empfinden. Die Möglichkeit Witz aus den Größenverhältnissen zwischen geschrumpften Eltern und für sie jetzt riesigen Gegenständen zu ziehen sind gut umgesetzt und könnte gerne mehr Einsatz finden.

Die jugendlichen Darsteller spielen leider schlecht. Entweder aus Mangel an Talent oder wegen schlechter Führung durch den Regisseur. Das lässt sich beim Sehen des Films nicht beurteilen. Sie tragen beispielsweise ihre Dialoge hölzern vor. Wenig gelungen ist auch das Einflechten alterstypischer Probleme. So steht einer der Jungen vor der Herausforderung, dass seine Eltern sich scheiden lassen wollen. Dieser Umstand wird genutzt, um aufzuzeigen, dass Mädchen sozialer sind als Jungs, aber Tiefgang erfährt die Scheidungsproblematik nicht. Überhaupt: Echte Probleme gibt es in der Clique nicht.
Zu den erwachsenen Darstellern gibt es wenig zu sagen. Sie versuchen sich tapfer zu schlagen. Andrea Sawatzki gelingt die Darstellung der körperlichen Komik gut, auf die Dauer strengt ihre Darstellung allerdings an.

Fazit
Schade, dass der Film den Stoff nicht ausbaut, sondern unter anderen Vorzeichen die fast gleiche Story erzählt. Ein Lichtblick besteht darin, dass Otto Walkes weniger Raum bekommt als in Teil eins. Viel mehr als sein hinlänglich bekanntes meckerndes Lachen trägt er nicht bei.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 40 %

Land: Deutschland
Jahr: 2017
Laufzeit ca.: 98
Genre: Abenteuer • Familie • Komödie
Verleih: Sony Pictures
FSK-Freigabe ab: 0 Jahren

Kinostart: 18.01.2018

Regie: Tim Trageser
Drehbuch: Gerrit Hermans

Schauspieler: Oskar Keymer (Felix Vorndran) • Lina Hüesker (Ella Borsig) • Georg Sulzer (Mario Henning) • Anja Kling (Schuldirektorin Dr. Schmitt-Gössenwein) • Andrea Sawatzki (Hulda Stechbarth) • Axel Stein (Peter Vorndran) • Julia Hartmann (Sandra Vorndran) • Johannes Zeiler (Hausmeister Michalski) • Michael Ostrowski (Lehrer Coldegol) • Maximilian Ehrenreich (Chris) • Eloi Christ (Robert) • Otto Waalkes (Geist von Otto Leonhard)

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